Modul Bürgerinnen- und Bürgerbus

Zielsetzung

Ziel dieses Moduls ist es, dass ein Kleinbus im Linienbetrieb durch ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer verschiedene Wohnviertel mit der Innenstadt verbindet.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Ein Bürgerinnen- und Bürgerbus ist vor allem in solchen Gegenden sinnvoll, in denen der reguläre öffentliche Nahverkehr von Ergänzungen profitieren würde. Daher ist dieses Modul vor allem für kleinere Gemeinden von Interesse.

Der Bürgerinnen- und Bürgerbus kann als gemeinnütziger Verein etabliert werden. Durch die Beiträge der Mitglieder ist so eine grundlegende Finanzierung des Projekts gewährleistet. Weitere Einnahmequellen könnten die Fahrpreise und Spendenbeiträge darstellen. Um die Kosten möglichst niedrig zu halten, bietet es sich an, ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer anzuwerben. So können für Kinder und Bedürftige Vergünstigungen angeboten werden.

Die abzufahrenden Routen und Anordnung der Haltestellen sollten mit den Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohnern abgestimmt werden, um eine maximale Auslastung des Angebots zu gewährleisten. Auch kann so der Bedarf an Fahrzeugen konkreter festgestellt werden. Dazu könnte eine öffentliche Veranstaltung, an der Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können, eine sinnvolle Vorbereitung sein.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Entscheidend zur Umsetzung des Projekts Bürgerinnen- und Bürgerbus sind die Vorbereitung und die inhaltliche Konzeption sowie die Absprache mit den Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohnern zum geeigneten Streckennetz. Am sinnvollsten ist dazu die Gründung eines Vereins. Dies erleichtert die Verwaltung von Mitgliedschaften oder Spenden sowie die Koordinierung von Zuständigkeiten. Zu den ersten Handlungen der Projektverantwortlichen zählt sicherlich die Suche nach einem geeigneten Transportmittel. Dieses muss gegebenenfalls für die Beförderung umgebaut werden. Dazu sollte die Finanzierung bereits im Vorfeld geklärt sein.

Nicht zuletzt müssen auch versicherungstechnische Aspekte bedacht werden. Auch muss die Konkurrenz zu öffentlichen Verkehrsmitteln als Hindernis für das Projekt ausgeschlossen werden. Des Weiteren kommen auf den Verein Aufgaben zu, wie das Anwerben und Anlernen von Fahrerinnen und Fahrern sowie die Bereitstellung von Informationsmaterialien (wie Fahrplänen, einer Website, Presseauftritte, etc.).

Stolpersteine

Voraussetzung für die erfolgreiche Etablierung eines Bürgerinnen- und Bürgerbus-Konzepts ist die Mitwirkung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Kommt es zu einem Mangel an ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern, müssen einzelne Strecken evtl. komplett entfallen oder sind zumindest zeitweise nicht verfügbar. Dies hat schnell zur Folge, dass der Bürgerinnen- und Bürgerbus insgesamt als ein mangelhaftes und unzuverlässiges Konzept empfunden und im Resultat auch weniger genutzt wird.

Bewertung

Gute Methode, um verschiedene Stadtteile in ländlicheren Regionen miteinander zu vernetzen und so auch weniger mobilen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben sich fortzubewegen.

Fallbeispiele

Bürgerbusverein Erkrath

Finanzierungsansätze

Beratung

Bei dem Projekt Bürgerinnen- und Bürgerbus ist sinnvoll mit verschiedenen Behörden Rücksprache zu halten. Das Finanzamt kann sicherlich Auskunft zu Entgelten von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern geben. Auch sollte man die Kommune über das Projekt informieren. Diese könnte sich gegebenenfalls als Kooperationspartnerin erweisen und zur Finanzierung des Projekts beitragen. Weitere Einrichtungen für Fragen könnten die Kommunalaufsicht, Verbände oder Nahverkehrsgesellschaften sein.

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Projekte

Quartiersentwicklung in Remscheid-Süd, Remscheid

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