Modul Nachbarschaftströdel

Zielsetzung

Ein Nachbarschaftströdel dient der Kontaktaufnahme und Aktivierung von Bürgerinnen und Bürgern im Quartier. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen über die "alten Sachen" miteinander ins Gespräch kommen. Das fördert den generationenübergreifenden Dialog und stärkt die Nachbarschaften.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

Dieses Modul wurde bisher von 2 Nutzern bewertet.

Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Bürgerinnen und Bürger, die in ausgewählten Straßenzügen der Quartiere leben, stellen einen Tisch vor ihr Haus und trödeln mit den Dingen aus ihren Kellern, die sie abgeben, aber nicht wegwerfen möchten. Es empfiehlt sich, ausschließlich mit Dingen zu trödeln, die in eine Handtasche passen, also keine Möbel und großen Teile, sodass die tellfläche auf den Bürgersteigen nicht mehr als ein Tisch pro Haus beträgt. Alle Interessierten können sich direkt beteiligen, mit Tisch und Trödel – möglichst auch mehrere »Parteien« an einem Tisch – und/oder auch nur in der Nachbarschaft schauen, was die anderen zu bieten haben. Wer Unterstützung beim Aufstellen des Tisches braucht, soll diese möglichst von Nachbarinnen und Nachbarn erhalten. Sofern mit den Trödelstücken Geschichten verbunden sind, können diese den Besuchern am Trödeltisch erzählt werden. 

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Jeder Nachbarschaftströdel braucht eine Veranstalterin oder einen Veranstalter, der die Durchführung beim Ordnungsamt der jeweiligen Kommune oder des Kreises anmeldet. Je nach Kommune oder Kreis fallen dafür (geringe) Gebühren an. Sind die Veranstalterinnen und Veranstalter gemeinnützige Initiativen oder Träger, sind viele Kommunen und Kreise kulant und verzichten auf entsprechende Gebühren.

Solange der Trödel auf einen zentralen Veranstaltungsort verzichtet, sind auch keine gesonderten sanitären Einrichtungen notwendig.

Durch persönliche Ansprache sollte eine gesicherte “Mindestanzahl” von Ständen gewährleistet sein. Es ist darauf zu achten, dass der Verkehrsraum durch den Trödel nicht so eingeschränkt wird, damit es nicht zu Sicherheitsproblemen kommt (zu enge Bürgersteige).

Wichtig ist eine möglichst breite Mischung der Generationen bei der Präsentation der Stände.

Der Aufwand ist eher gering. Der Nachbarschaftströdel sollte aber in andere Aktivitäten eingebunden sein und ist als solitäre Maßnahme eher ungeeignet.

Stolpersteine

Abgrenzung von anderen Floh- und Trödelmärkten. Wenn geschäftliche Aspekte zu sehr eine Rolle spielen, leidet der Aspekt der Nachbarschaftsstärkung.

Bewertung

Der Nachbarschaftströdel ist besonders geeignet:


Fallbeispiele

Im Quartier bleiben - Nachbarschaft leben! - Standort Alt-Erkrath

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

Caritas-Begegnungsstätte
Monika Thöne
Gerberstraße 7
40699 Erkrath
Tel.: 0211 – 24 35 53

CBT-Wohnhaus St. Johannes
Sabine Dreißigacker
Kirchstraße 9 – 11
40699 Erkrath
Tel.: 0211 – 24 90 70

Ev. Wohnhaus Haus Bavier
Susanne Berg
Bahnstraße 66
40699 Erkrath
Tel.: 0211 – 24 05 29 0

Finanzierungsansätze

Keine öffentliche Finanzierung.

Beratung

Lokale Organisationen und Akteure.

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

Ist gut geeignet die Kommunikation im Quartier zu fördern.

Projekte

Quartiersentwicklung auf der Lieth/Kaukenberg, Paderborn

Quartiersentwicklung in Duissern, Duisburg

Belting-Treff, Mönchengladbach

Weitere Module, die Sie auch interessieren könnten

Quartiersfest

Tauschring / Tauschbörse

Quartiersbegehung/-spaziergang

Runder Tisch

Links

Im Quartier bleiben - Nachbarschaft leben!