Modul Service Learning / Computerkurs

Zielsetzung

Ziel dieses Moduls ist die Vernetzung der Generationen. Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen von Schulprojekten Seniorinnen und Senioren den Umgang mit Internet und Computern im Allgemeinen näher bringen und dabei bürgerschaftliches Engagement und Empathie erlernen.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Service Learning ist ein Ansatz, der in den Bereich der „Civic Education“ oder auch des bürgerschaftlichen Engagements fällt. Die Projekte, die im Service Learning stattfinden, sollen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden. Während für den Bereich des Service Learnings prinzipiell eine Vielzahl von Fächern in Frage kommt, werden häufig Computerkurse von den Schülerinnen und Schülern für ältere Generationen angeboten. So lernen Seniorinnen und Senioren grundlegende Techniken im Umgang mit dem PC. Die Kinder und Jugendlichen hingegen können bei den Zusammentreffen ihre Sozialkompetenzen ausbauen und werden im Umgang mit anderen Menschen gestärkt.

Um eine Kooperation zwischen einer Schule sowie einer Seniorinnen- und Senioreneinrichtung zu initiieren, sollte von Seiten der Schule, die solche Kurse im Rahmen ihres Unterrichts anbieten möchte, eine Anfrage an die jeweilige Seniorinnen- und Senioreneinrichtung gerichtet werden. Dies kann neben einer mündlichen Einladung auch über schriftliche Einladungen in Form von Aushängen oder Flyern geschehen. Sobald sich genug Seniorinnen und Senioren für die Veranstaltung angemeldet haben, können diese auf die Schülerinnen und Schüler verteilt werden. Diesen können parallel im Unterricht Inhalte und die nötigen Umgangsformen

vermittelt werden, um sie auf ihren „Lehreinsatz“ vorzubereiten. Die Treffen sollten im Idealfall über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholt stattfinden, um eine Bindung zwischen den Generationen zu verstärken und eine Vertiefung der Lehrinhalte zu ermöglichen. In der Nachbearbeitung sollte eine Reflexionsphase stattfinden, bei der die Schülerinnen und Schüler ihren Kompetenzgewinn mit anderen teilen. Diese Form der Dokumentation kann als (Schul-)Zeitungsartikel oder auf der  Webpräsenz der Schule dargelegt werden.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Die wichtigen Umsetzungsschritte umfassen zunächst die Vorbereitung und inhaltliche Konzeption des Projekts. Auch müssen genügend Interessierte sowie Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner gefunden werden. Des Weiteren müssen Seniorinnen und Senioren zu den Treffen eingeladen werden und ein „Coaching“ der lehrenden Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden. Bevor die Computerkurse ablaufen, sollten ausreichend Computer sichergestellt werden. Anschließend sollte eine Dokumentation erfolgen, damit die Kurse in der Folge reflektiert und dadurch verbessert werden können. Projektverantwortliche sollten darüber hinaus auch die Aufrechterhaltung der Kontakte im Blick behalten.

Stolpersteine

Die Gruppen dürfen für eine Durchführung nicht so groß sein, sonst kann es schnell zu unübersichtlich und besonders für die Seniorinnen und Senioren belastend werden.

Zudem sollten die zu lehrenden Inhalte vorher gut mit den Schülerinnen und Schülern erprobt und grundlegende Lehrmethoden vermittelt werden.

Für eine erfolgreiche dauerhafte Zusammenarbeit müssen die Kontakte zwischen beiden Parteien langfristig gepflegt werden.

Bewertung

Gute Methode, um Begegnungen zwischen den Generationen mit beidseitigem Lerneffekt zu ermöglichen. Findet die Organisation von Seiten der Schule im Rahmen eines Unterrichtsprojektes statt, ist der zusätzliche Organisationsaufwand verhältnismäßig gering.

Fallbeispiele

Die Initiative der WGZ-Bank „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ aus dem Jahr 2009 fördert ein Projekt in der Trägerschaft der Stiftung Aktive Bürgerschaft in Unterstützung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW. Beteiligt sind rund 64.000 Schüler in 1600 Projekten an 540 weiterführenden Schulen.

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

Für Kontakte zu Schulen oder Seniorinnen- und Senioreneinrichtungen können Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Städte hinzugezogen werden. Diese verfügen häufig über ein Repertoire an Einrichtungen, die für eine Partnerschaft kontaktiert werden können.

Finanzierungsansätze

Beratung

Auf der Website des bundesweiten Netzwerks Service-Learning – Lernen durch Engagement können beteiligte Schulen und Projekte eingesehen werden.

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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