Sport und Bewegung

Einführung

Franz Müntefering (SPD-Politiker & Ex-Vizekanzler, Botschafter von Bewegt ÄLTER werden in NRW!)
© © Quelle: LSB NRW | Fotos: Andrea Bowinkelmann
Franz Müntefering (SPD-Politiker & Ex-Vizekanzler, Botschafter von Bewegt ÄLTER werden in NRW!)

Botschafter / Statement

 „Wir sind in Deutschland zunehmend eine Bewegungsverhinderungsgesellschaft. Wir gehen den Treppen aus dem Weg und fliegen in körperlichem Stillstand durch die Welt. Das ist nicht gut. Der Körper einschließlich Kopf braucht Aktivität. Bewegung der Beine ernährt das Gehirn. Und deshalb ist mir der Einsatz gerade für Bewegung im Älterwerden so wichtig“

Bewegung und Sport für ältere Menschen

Bewegung, Spiel und Sport können wesentlich zur Lebensqualität und zur Gesundheit beitragen. Das ist eigentlich bekannt, das kann jeder und jede erleben und das wurde auch durch diverse Studien wissenschaftlich bestätigt. Dies gilt sogar für Menschen, die erst im hohen Alter mit dem Sport beginnen oder wieder beginnen.

Hier steht nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund – auch wenn ein gesunder Wettbewerb durchaus motivationsfördernd wirkt – sondern Ziele wie Freude an der Bewegung, körperliches Wohlbefinden, Spaß am Spiel und an der Gemeinschaft.

Auch wenn gezielte Bewegungsprogramme, wie wir sie aus der Rehabilitation kennen, unter gesundheitlichen Gesichtspunkten große Vorteile haben und  sogar Krankheitsverläufe günstig beeinflussen können, ist schon die körperliche Betätigung im kleinen Maßstab dem Wohlbefinden zuträglich und in der Lage, altersassoziierte Einschränkungen zu kompensieren.

Den Zielen des Masterplans altengerechte Quartiere.NRW wird durch die Förderung körperlicher Betätigung der (nicht nur älteren) Menschen im Quartier gleich in mehrfacher Hinsicht Rechnung getragen. Gesundheit, Geselligkeit, Intergenerativität und Integration können sich z.B. in den Sportvereinen vielfach in idealer Weise verbinden.

Zunehmend werden jedoch von den Bürgerinnen und Bürgern nicht-institutionalisierte Sport- und Bewegungsangebote nachgefragt, die in vielen Quartieren noch ausbaufähig sind. Gefragt sind Strategien, um Ältere durch entsprechende Angebote in ihrem Quartier (wieder) für Sport zu begeistern und ihre körperliche Betätigung zu erhalten. Dazu gehört die engere Verzahnung von sportlichen Kompetenzen der Sportvereine und Sportbünde mit den Akteurinnen und Akteuren auf Quartiersebene, um bedarfsgerechte Bewegungsangebote für ältere Menschen im Quartier zu schaffen.

Bewegt ÄLTER werden in NRW!

Programm Bewegt Älter werden LSB NRW
© Landessportbund Nordrhein-Westfalen (www.lsb-nrw.de)

Mit dem Programm Bewegt ÄLTER werden in NRW! rückt der Landessportbund NRW die ältere Generation in den Mittelpunkt.

Gemeinsam mit den Sportverbänden, den Stadt- und Kreissportbünden und den Sportvereinen entwickelt er spezielle Sport- und Bewegungsangebote, die zu einem aktiven und gesunden Leben bis ins hohe Alter beitragen können.

Projekt "Bewegt Älter werden im Quartier"

Der Präsidialausschuss des Landessportbundes NRW hat am 15.06.2015 das Projekt „Bewegt Älter werden im Quartier“ ins Leben gerufen.

Unter dem Dach des Landesprogramms „Bewegt ÄLTER werden in NRW“ wird eine systematische Einbindung des Sports (der LSB-Mitgliedsorganisationen und der Sportvereine in NRW) in die vom Land NRW initiierten altengerechten Quartiersentwicklungen nachhaltig gefördert.

Projektziele

Durch Sport-, Spiel- und Bewegungsangebote von Sportvereinen werden körperliche und soziale Aktivitäten zum festen Bestandteil im Alltag der Menschen – besonders für Ältere und Hochaltrige – und tragen zur Lebensqualität im Quartier bei.

Sport-, Spiel-, Bewegungs- und weitere Angebote des organisierten Sports leisten einen wichtigen Beitrag, dass ältere Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in ihrem gewohnten und selbst gewählten Lebensumfeld führen können.

Die sportlichen und außersportlichen Angebote von Sportvereinen ermöglichen den Menschen im Quartier eine Teilhabe und leisten einen wichtigen Beitrag gegen die Vereinsamung im Alter.

Bei der Entwicklung und Umsetzung von Bewegungsangeboten im Quartier
wird eine Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort angestrebt (Trägern der
freien Wohlfahrtspflege, Landesseniorenvertretung etc.).

Wie unterstützt der Sport altengerechte Quartiersentwicklung im Sinne des Masterplans altengerechte Quartiere.NRW unterstützen?

Folgende Beiträge leisten „Bewegung und Sport“ für die 4 Handlungsfelder des Masterplans:

Handlungsfeld „Sich versorgen“ 

Zur  altengerechten Quartiersentwicklung gehört auch eine angemessene Versorgung mit "Sport- und Bewegungsangeboten" im Quartier. Diese sollten auch für in ihrer Mobilität und damit ihrem Aktionsradius eingeschränkten Quartiersbewohner erreichbar sein.   
Die Sport-, Spiel- und Bewegungsangebote der Sportvereine und der Mitgliedsorganisationen des Landessportbundes NRW  leisten einen wichtigen Beitrag, dass Menschen lange mobil bleiben und später Unterstützungsleistungen wegen Pflegebedürftigkeit in Anspruch nehmen müssen. 

Zur Versorgungssicherheit mit Sport-/Bewegungsangeboten gehört ein differenziertes, zielgruppenspezifisches  Angebot.


Handlungsfeld „Wohnen“ 

Ältere Menschen verbringen fast vier Fünftel des Tages in ihrer Wohnung. Zur altengerechten Quartiersentwicklung  gehört, dass sich die Sport-/Bewegungsangebote dem Wohnumfeld älterer Menschen anpassen. Sport- und Bewegungsangebote sind in Privatwohnungen, Tagespflegeeinrichtungen, Seniorenzentren, betreutem Wohnen und stationären Einrichtungen denkbar und dienen z.B. der Förderung sozialer Kontakte und der der Fitnessverbesserung.


Handlungsfeld „Gemeinschaft erleben“

Immer mehr Menschen wohnen allein. Die demographischen Veränderungen werden diese Entwicklung eher verstärken. Deswegen kommt persönlichen Netzwerken, wie bspw. dem Freundes- und Bekanntenkreis, der Nachbarschaft oder einer Wertegemeinschaft eine zunehmende Bedeutung zu. Diese gilt es durch niedrigschwellige und wohnortnahe Angebote zu fördern. 

Im Rahmen der altengerechten Quartiersentwicklung werden Sport-/Bewegungsräume als Orte der Kommunikation geschaffen bzw. ausgebaut. Sie werden genutzt, um Gemeinschaft zu erleben bzw. Kommunikation im Quartier zu ermöglichen.

Miteinander im Alter zu erleben ergibt sich vielfach nicht (mehr) einfach so. Nachbarschaften müssen oftmals neu geschaffen oder wiederbelebt werden. Sportvereine sind aus Tradition ein Treffpunkt im Quartier, bei dem Gemeinschaft erlebt und gelebt wird. Sportvereine schaffen Begegnungsorte, auch Generationen übergreifend. Für viele Menschen sind Sportvereine auch im Alter der Ort, an dem sie Gemeinschaft erleben (können).


Handlungsfeld "Sich einbringen" 

Menschen sind heute „anders alt“ als früher. Die nachberufliche Phase ist für viele Menschen auch dank regelmäßiger Bewegung bzw. regelmäßigem Sporttreiben eine Phase, in der man  weiterhin aktiv sein kann. Im Rahmen einer partizipativ angelegten Quartiersentwicklung sollten die Bürgerinnen und Bürger aus dem Quartier in die Entwicklung ihres Quartiers eingebunden werden. Hierzu gehört auch die Beteiligung bei Entwicklung bzw. die Schaffung von Sport-/Bewegungsangeboten bzw. -räumen im Quartier. Der partizipative Ansatz bietet die Chance, die besondere Bedarfslage von Frauen und Männern sowie von Menschen unterschiedlicher kultureller oder religiöser Identität zu erfassen und darauf aufbauend zielgerichtete Angebote zu entwickeln.


Ansprechpartner für Interessenten auf Quartiersebene: 

Projekt „Bewegt Älter werden im Quartier!“

Patrick Krone

Projektleitung „Bewegt Älter werden im Quartier“ (Regierungsbezirke Detmold, Münster, und Arnsberg)

c/o Kreissportbund Märkischer Kreis

Barbarossastraße 11

58636 Iserlohn

Tel.:  02371 – 77977 - 33

Mail: patrick.krone@lsb-nrw.de

 

Projekt „Bewegt Älter werden im Quartier!“

Dirk Schröter

Am Römerweg 47

41470 Neuss

Projektleitung „Bewegt Älter werden im Quartier!“ (Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf)

c/o DS Sportmarketing

Tel.: 02137 – 103 – 923

Mail: schroeter@dssportmarketing.de

 

Landessportbund Nordrhein-Westfalen e.V.

Friedrich-Alfred-Straße 25

47055 Duisburg

Tel. 0203 7381-0

Fax 0203 7381-616

E-Mail: info@lsb-nrw.de