Newsletter Altengerechte Quartiere in NRW Nr. 25 - Januar 2017

Thema: Fördermittel aufgestockt: MGEPA NRW schafft zusätzliche Möglichkeiten für eine altengerechte Quartiersentwicklung

Seit 2015 unterstützt das MGEPA.NRW durch das Förderangebot 2 des Landesförderplans Alter und Pflege die Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW. Mittlerweile laufen bereits 56 Projekte erfolgreich in den unterschiedlichen Quartieren im Land.

Mit dem neuen Haushalt des Jahres 2017 wird die altengerechte Entwicklung von Quartieren in Nordrhein-Westfalen nochmals gestärkt: Ab sofort ist es möglich, in jedem Kreis, jeder kreisfreien Stadt und der Städteregion Aachen eine weitere Quartiersentwicklung zu initiieren. Wenn Sie in Ihrer Kommune überlegen, ein solches Projekt anzugehen, finden Sie hier alle notwendigen Informationen zum Förderangebot. Sie können auch gerne das Landesbüro ansprechen. Wir freuen uns auf Ihre Projektideen und helfen Ihnen bei Fragen zur Förderung.   

Auch andere Förderbausteine könnten Sie interessieren – schauen Sie doch mal hier in den Landesförderplan.

Noch nichts vor in diesem Jahr?

Altengerechte Quartiersentwicklung – das ist sicher kein Hexenwerk, aber so ganz ohne Kenntnis und Erfahrung geht es nun auch nicht. Im Gegenteil, ein fundiertes Methodenwissen hilft, wenn man mit den Menschen vor Ort in den Quartieren etwas bewegen will. Genauso wichtig ist es, von den Erfahrungen anderer Akteurinnen und Akteure zu lernen und sich über gut gelungene Quartiersentwicklungsprojekte Anregungen zu holen. 

Das Landesbüro altengerechte Quartiere und die Landesbüros innovative Wohnformen haben zusammen mit dem MGEPA und weiteren Kooperationspartnerinnen und -partnern für 2017 mehr als 40 Veranstaltungen rund um das Thema Quartier und altengerechte Quartiersentwicklung geplant. Mehrere Tagungen bieten Einblick zu unterschiedlichen Themen – beginnend mit dem "Fachtag Interkulturelle Vielfalt im Quartier" am 21. Februar in Gelsenkirchen. In Praxiswerkstätten können Erfahrungen zu bestimmten Werkzeugen der Quartiersarbeit gesammelt werden und Exkursionen ermöglichen z.B. den Einblick in erfolgreiche gemeinschaftliche Wohnprojekte. Die durch das MGEPA.NRW geförderten Quartiersentwicklerinnen und Quartiersentwickler haben außerdem mit „Quartier im Dialog“ einen eigenen Austauschkreis etabliert. 

Der komplette Jahresplaner 2017 steht jetzt zum Download bereit. Dort ist auch die Anmeldung zu den Veranstaltungen möglich. Kommen Sie vorbei, diskutieren Sie mit uns! Wir freuen uns auf Sie!

Kommende Veranstaltungen

Interkulturelle Vielfalt im Quartier – (k)eine Erfolgsgeschichte? Ein Fachtag

Weitere Informationen und Anmeldung

Der Fachtag „Interkulturelle Vielfalt im altengerechten Quartier – (k)eine Erfolgsgeschichte?“ am 21.02.2017 in Gelsenkirchen soll die Gelegenheit bieten, sich vielschichtig mit dem Thema auseinanderzusetzen: Es geht zum Beispiel darum, sich über relevante Begriffe zu verständigen („Interkulturelle Kompetenz“) und deren Anwendung in der kommunalen Praxis zu berücksichtigen. Darüber hinaus ist es wichtig, aus Zuwanderungsgeschichte(n) zu lernen, um adäquate Angebote im Quartier entwickeln zu können. 

Dies wollen wir in einer interaktiven Gesprächsrunde mit Praktikerinnen und Praktikern beleuchten. In fünf parallelen Fachforen spiegelt sich die Vielfalt der Themen: Sie bieten Raum, um Impulse für die Quartiersarbeit zu erhalten – und zu geben! Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Zum Programm

Termin: 21. Februar 2017, 10.00-16.15 Uhr

Ort: Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen

Bei Fragen: Anna Schewerda Tel.: 0234 - 95319999

E-Mail: anna.schewerda@aq-nrw.de

Praxiswerkstatt "Selbstbestimmt älter werden im ländlichen Raum - Wohnen und ergänzende Angebote im Quartier" am 07.04.2017 (verschoben vom 03.02.2017) in Bornheim-Merten

Kloster Bornheim

Haushalts- und Unterstützungsstrukturen sowie Lebensformen verändern sich - auch "auf dem Land". Daher ist es wichtig, über Alternativen für das "Wohnen im Alter" und flankierende Angebote nachzudenken. In dieser Praxiswerkstatt sollen die Möglichkeiten und Herausforderungen für die Entwicklung eines selbstbestimmten Wohnens vorgestellt und diskutiert werden. Der Tagungsort, das alte Kloster in Bornheim-Merten, ist im Umbruch und soll mit neuem Leben gefüllt werden. Unter anderem entsteht dort ein gemeinschaftliches Wohnprojekt für Seniorinnen und Senioren. Dieses Projekt  soll im Rahmen der Werkstatt vorgestellt werden.

Weitere Informationen und Anmeldung

Termin: 03. Februar 2017 (verschoben vom 03.02.2017), 09:30-13:30 Uhr

Ort: Bornheim-Merten Kloster, Im Klostergarten 3-5, 53332 Bornheim-Merten

Teilnehmendenzahl: maximal 25 Personen

Bei Fragen: 

Anna Schewerda Tel.: 0234 - 9531999, E-Mail: anna.schewerda@aq-nrw.de 

Micha Fedrowitz, Tel.: 0234 / 90440-21, E-Mail: micha.fedrowitz@aq-nrw.de

Bericht Praxiswerkstatt „Brückenbauen: Einsamkeit und soziale Isolation im Alter – Strategien für die Quartiersarbeit " am 16.12.2016 in Hamm

Die Praxiswerkstatt zum Thema Einsamkeit und soziale Isolation wurde gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros Nordrhein-Westfalen (LaS NRW) ausgerichtet. Ziel war es, den Teilnehmenden einen Perspektivwechsel zu ermöglichen, um auf dieser Basis Handlungsansätze zwischen den ‚Profis‘ im Quartier und den Beteiligten zu entwickeln. Die Akteurinnen und Akteure versetzten sich in die Situation von Personen, deren Alltag beispielsweise durch Inkontinenz oder einer Suchterkrankung erschwert wird. Auf dieser Basis entstand eine Reihe von Lösungsansätzen, deren Gesamtschau verdeutlicht, wie unterschiedlich Maßnahmen auf der Quartiersebene aussehen müssen. Abgerundet wurde die Praxiswerkstatt durch einen Impulsvortrag zu einem Maßnahmenkatalog, den die Stadt Mülheim a.d.R. zu Fragen sozialer Isolation entwickelt hat. Die Dokumentation zur Veranstaltung finden sie hier
Das Thema wird in diesem Jahr erneut in der Praxiswerkstatt „Brückenbauen: Arm, alt, mittendrin! Sozialer Isolation in der Quartiersarbeit begegnen“ am 13.10.2017 aufgegriffen und vertieft.

Bericht Praxiswerkstatt „Inklusive Wohnprojekte – Beispiele und Möglichkeiten zum Aufbau eines eigenen Projekts“ am 21.1.2017 in Bochum

Inklusion umfasst ein weites Themengebiet, welches längst nicht mehr nur Bildung und Arbeit betrifft, sondern auch in gemeinschaftlichen Wohnformen zunehmend eine wichtige Rolle spielt. Zahlreiche Initiativen beschäftigen sich mit dem Thema und waren teilweise als Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Praxiswerkstatt vertreten. Sie konnten sich zunächst einen persönlichen Eindruck von den Claudiushöfen in Bochum machen, in deren Gemeinschaftsraum die Werkstatt durchgeführt wurde. Mitten in der Bochumer Innenstadt wohnen dort seit 6 Jahren etwa 150 Menschen zusammen - mit und ohne Behinderung. Das durch die Matthias Claudius Stiftung realisierte „inklusive Dorf“ mitten in der Stadt wurde sehr lebendig von engagierten Mitgliedern des Bewohnerrates vorgestellt. Im zweiten Teil der Praxiswerkstatt standen dann Initiativen, Betroffene und Angehörige von Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt. Vor dem Hintergrund ihrer Inklusionskonzepte stellten Sie den Stand und den Ansatz ihrer Projekte vor. Engagiert wurde sowohl praxisnah z. B über Standort- oder Finanzierungsaspekte diskutiert, als auch über die Frage von Voraussetzungen und Möglichkeiten zur Verbesserung von Teilhabe und Selbstbestimmung. Insgesamt gelang ein spannender Austausch über die vielfältigen Facetten inklusiver Wohnformen mit inspirierenden Anregungen für alle Teilnehmer.

Wie immer wollen wir Ihnen an dieser Stelle auch einige Beispiele aus den Quartieren vorstellen, in denen Quartiersentwicklung nach dem Förderangebot 2 des Landesförderplans Pflege und Alter umgesetzt werden. Heute sind wir in Bad Sassendorf zu Gast.

Erfahrungsbericht aus dem Quartier Bad Sassendorf

Quartiersentwicklerin Claudia Wetter und Fachbereichsleiter „Soziales“ Elmar Diemel
Quartiersentwicklerin Claudia Wetter und Fachbereichsleiter "Soziales" Elmar Diemel

"Am eigenen Quartier mit bauen und gestalten", lautet die Überschrift der Nachbarschaftskonferenzen, die ab Ende Januar in Bad Sassendorf in 13 Wohnquartieren durchgeführt werden soll. Bei diesen Treffen können die Bewohnerinnen und Bewohner in Ihren Quartieren miteinander ins Gespräch kommen, konkrete Wünsche und Vorschläge für ihr Wohnumfeld einbringen und eigene Engagementmöglichkeiten planen. Claudia Wetter, Quartiersentwicklerin in Bad Sassendorf, wird die Konferenzen moderieren und die daraus resultierenden Planungen unterstützen. So sollen mögliche Projekte gemeinsam "in Fahrt gebracht werden".
Grundlage dieser Konferenzen sind die Auswertungsergebnisse einer umfangreichen schriftlichen Befragung, die im April 2016 an 6.300 Bad Sassendorferinnen und Bad Sassendorfer (ab 50 Jahren und älter) versendet wurde, um Informationen über die Wünsche und Bedarfe  zu erhalten. Der größte Anteil der Befragten wohnt im Ortskern, viele aber auch in den 12 umliegenden Orten. Mit einer hohen Rücklaufquote von 41 % und der detaillierten Auswertung durch zwei Doktoranden der TU Bochum, konnten aussagekräftige Ergebnisse  erzielt werden. Diese wurden im Oktober allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern präsentiert und bei einer anschließenden Podiumsdiskussion verschiedener Experten vertieft. Zudem hatte das Publikum die Möglichkeit, weitere Fragen zum Projekt zu stellen und Antworten zu erhalten.

Wie geht es nun weiter?

Im April, wenn alle Konferenzen  durchgeführt worden sind, ist ein "Meeting" für alle Engagierten aus den Wohnquartieren geplant, um sich gegenseitig von den Ideen der eigenen Nachbarschaft zu berichten, Erfahrungen auszutauschen und von Quartiersexperten, Anregungen und "Tipps“ zur weiteren Umsetzung zu erhalten.

Parallel dazu werden insbesondere die Ergebnisse zum Themenbereich "Wohnen im Alter" intensiv bearbeitet. Denn die Befragungsergebnisse zeigen auch, dass barrierefreier, seniorengerechter und bezahlbarer Wohnraum bzw. entsprechende Wohnformen sowohl ein Wunsch der Seniorinnen und Senioren im Ortskern, aber auch in den kleineren umliegenden Orten darstellt.

Kontakt:

Claudia Wetter
Quartiersentwicklerin Bad Sassendorf
Osthofenstraße 35a
59494 Soest
Tel.: 02921 / 3590-16
E-Mail: Wetter@caritas-soest.de

Aktuelle Meldungen:

KatHO Altern und Teilhabe

Buchveröffentlichung "Alter(n) und Teilhabe" der KatHO NRW

06. Januar 2017: Die Menschen in Deutschland leben immer länger: Welche Herausforderungen resultieren daraus für Individuum und Gesellschaft? Der teilweise stark emotionalisierten Diskussion setzen die AutorInnen wissenschaftliche und anwendungsorientierte Beiträge entgegen, indem sie neben Herausforderungen auch Chancen und Potenziale in den Blick nehmen.   mehr

LandInForm

LandInForm 4.16: Selbstbestimmt zu Hause alt werden

06. Januar 2017: Gut leben im Alter – das heißt für viele, möglichst lange selbstständig und in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Wie ländliche Regionen ältere
Menschen dabei unterstützen können, beleuchtet die mehr

Leitfaden Gesunde Stadt

Leitfaden „Gesunde Stadt“ für Kommunen erschienen

29. Dezember 2016: Der „Leitfaden Gesunde Stadt“ des Landeszentrums Gesundheit NRW richtet sich an Mitarbeitende des öffentlichen Gesundheitsdienstes in den Kommunen. Er zeigt vielfältige Faktoren auf, die zu einem gesundheitsfördernden Lebensumfeld der Menschen beitragen und die bei der Entwicklung von Städten und Quartieren berücksichtigt werden sollten.   mehr

Aktuelle Termine:

Kubia Logo

Workshopreihe Praxisreihe für die Kulturarbeit mit und von Älteren

01. Februar 2017 - 03. Juli 2017: Auch für den Kulturbetrieb bleibt es nicht ohne Folgen, dass unsere Gesellschaft immer älter wird – eine neue attraktive Zielgruppe entsteht und darf nicht unbeachtet bleiben. Denn von mehr Kulturteilhabe im Alter profitieren Kulturanbieter und ältere Menschen gleichermaßen.   mehr

Gute Hoffnung Leben

Symposium Erfahrungen und Stolpersteine der Quartiersarbeit - abgesagt!

16. Februar 2017: rong>Am 16.02.2017 stellt sich das Quartier und AAL-Kompetenzzentrum des Seniorenzentrums Gute Hoffnung leben in Oberhausen-Sterkrade vor und läd zu einem Austausch ein. Hierbei beitet sich die Möglichkeit, über das Thema „Erfahrungen und Stolpersteine der Quartiersarbeit“ zu diskutieren.   mehr

Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern

Tagung "Engagement und Kooperation für Nachhaltigkeit vor Ort" des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern

15. März 2017: Sie möchten gemeinschaftliches Reparieren in einem Reparaturcafé vor Ort fördern? Oder haben bereits über einen Gemeinschaftsgarten nachgedacht? Sie möchten in kleinen Schritten beginnen und erfahren, welche Einzelaktionen für eine nachhaltigere und buntere Kommune möglich sind? Gibt es bereits verschiedene einzelne Projekte und
Sie möchten einen festen Ort als für alle offenen Treffpunkt einrichten?

 
Gemeinschaftliche Projekte und Initiativen schaffen Räume der Begegnung und schärfen das Bewusstsein für Möglichkeiten des sozialen und ökologischen Wandels.   mehr

Forum Seniorenarbeit

Workshop: Engagement älterer Menschen in der digitalen Gesellschaft

27. März 2017 - 14. Juni 2017: In der ersten Jahreshälfte 2017 bietet das Forum Seniorenarbeit wieder einen Workshop zum Aufbau von Quartiersportalen an. Angesprochen werden alle, die mit der Quartiersarbeit in NRW beschäftigt sind und keine eigenen Möglichkeiten haben ein Portal für ihr Quartier ins Leben zu rufen.   mehr

Logo Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge: Fachtagung zum 7. Altenbericht

27. März 2017: Die Altenberichte liefern die wissenschaftliche Grundlage für seniorenpolitische Entscheidungen und Debatten. Seit 1993 wird in jeder Legislaturperiode ein Altenbericht erstellt. Diese kontinuierliche  Altenberichtserstattung ist bis heute international einmalig.   mehr

Logo Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Akademiekurs Netzwerkmanager*in im Sozialraum

03. April 2017: Die kommunale Ebene hat eine besondere Bedeutung, wenn es um die konkrete Gestaltung des Zusammenspiels von Kommune und gemeinnützigen Trägern der Wohlfahrtspflege und Bürger*innen geht. Die Kommune hat die Aufgabe, den Zusammenhalt im Gemeinwesen zu stärken.   mehr

Lebendige Nachbarschaften gestalten

Internetgestützter Workshop zum Aufbau von Nachbarschafts-Projekten des Forums Seniorenarbeit NRW

05. April 2017 - 07. Juli 2017: In der heutigen Seniorenarbeit und Altenhilfe bleibt häufig wenig Zeit für die Entwicklung einer Projektidee. Dies gilt auch für Nachbarschaftsprojekte. Viel zu oft müssen großartige Ideen innerhalb kürzester Zeit entwickelt werden. Doch Ideen fallen nicht einfach so vom Himmel und schon gar nicht von jetzt auf gleich.   mehr