Modul Open Space Konferenz

Zielsetzung

Eine Open Space Konferenz stellt eine moderierte Gruppendiskussion dar, bei der die kreativen Ideen der Beteiligten und weitere Synergieeffekte genutzt werden sollen.

Der Charakter einer solchen Veranstaltung ist offen angelegt, d.h. das die Initiatorinnen und Initiatoren keine konkreten Diskussionsthemen vorgeben. Hierdurch soll der Charakter einer "Kaffeepause" vermittelt werden, in der sich die Beteiligten häufig sehr angeregt austauschen.

Durch die Mitarbeit von Betroffenen bei der Suche und Analyse nach Diskussionspunkten und Lösungen, sollen Maßnahmen an Akzeptanz gewinnen und hierdurch alltagstauglicher werden.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Eine Open Space Konferenz dient der Moderation einer Gruppe von 8 bis über 1.000 Personen und beruht auf den Prinzipien der Selbstbestimmung und -organisation. Sie kann einen oder mehrere Tage dauern. Es gibt keinen vorgegebenen Ablauf und die Organisatorinnen und Organisatoren erarbeiten lediglich ein erstes Leitthema.

Zu Beginn leitet eine Moderatorin bzw. ein Moderator in das Oberthema ein und erklärt die Grundsätze dieser Methode. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten im Anschluss gemeinsam ein inhaltliches Programm und äußern Themenvorschläge. Zu den einzelnen Themenschwerpunkten werden Interessengruppen gebildet, die jeweils bis zu zwei Stunden über das Thema diskutieren, Ideen, Maßnahmen und Ziele entwickeln.

Die Gestaltung der Gruppensitzung und das Ergebnis sind völlig offen, von Bedeutung ist hier jedoch ein Ergebnisprotokoll. Ein wichtiger Grundsatz ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die einzelne Interessengruppe jederzeit verlassen können, wenn sie nichts mehr beitragen möchten bzw. beizutragen haben und sich einer anderen Gruppe anschließen können (“Gesetz der zwei Füße”). Durch die generelle Selbstverantwortung dieser Methodik wird die Motivation gefördert.

Zu Beginn und zum Ende der Open Space Konferenz bzw. bei einem Verlauf über mehrere Tage jeweils morgens und abends trifft sich die ganze Gruppe und tauscht Erfahrungen und Eindrücke aus. Am Ende einer Open Space Konferenz werden die Ergebnisse und Umsetzungsmöglichkeiten der einzelnen Interessengruppe und der Gesamtgruppe vorgestellt und Prioritäten gesetzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten abschließend eine Dokumentation dieser Ergebnisse.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Stolpersteine

Die Durchführung der Open Space Methode setzt motivierte Beteiligte voraus. Durch die Offenheit und Selbstorganisation dieser Methode kann das Ziel bzw. Ergebnis im Vorfeld nur grob formuliert werden und die Qualität der Ergebnisse ist nicht  abzusehen.

Bewertung

Durch die Offenheit dieser Methodik finden auch die Themenvorschläge solcher Beteiligten Gehör, die in anderen Beteiligungsprozessen und bei vorgegebenen Inhalten ggf. nicht diskutiert werden. Die Methode eignet sich demnach besonders, um das inhaltliche Themenfeld eines Planungsprozesses zu öffnen und viele kreative Ideen zu bündeln. Dieser Charakteristik entsprechend eignet sich diese Methode jedoch weniger für eine fokussierte Problemlösung.

Fallbeispiele

Open Space Konferenz in Jülich zum Thema Kinder- und Familienfreundliche Stadt

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

Verschiedene Moderatorinnen und Moderatoren bieten die Moderation einer Open Space Konferenz sowie weiterer Beteiligungsprozesse an.

Finanzierungsansätze

Beratung

Verschiedene Moderatorinnen und Moderatoren bieten die Moderation einer Open Space Konferenz sowie weiterer Beteiligungsprozesse an.

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Literatur

Owen, Harrison (2008):
Open Space Konferenz: Eine transformative Praxis in: Kersting, Norbert (Hrsg): Politische Beteiligung, S. 159-166, Wiesbaden

Links

Methodenpool des Schulministeriums NRW

Downloads

Download Infos vom Methodenpool der Uni Köln