Modul Quartiersabgrenzung- und Identifikation

Zielsetzung

Um quartiersbezogen arbeiten zu können und einen quartiersorientierten Planungsansatz zu entwickeln, ist es zuerst von Nöten das jeweilige Quartier zu bestimmen und zu identifizieren. Nur wenn sich die Bewohnerinnen und Bewohner mit dem ausgewählten Planungsraum identifizieren und sich ihm zugehörig fühlen, werden sie sich auch an der Quartiersentwicklung beteiligen.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

Dieses Modul wurde bisher von 0 Nutzern bewertet.

Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Um eine Quartiersabgrenzung- und Identifikation zu erreichen, kann beispielsweise mit der Nadelmethode gearbeitet werden.  

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Im Rahmen der Nadelmethode, welche dem Visualisieren bestimmter Orte dient, können lebensweltrückgebundene Orte identifiziert werden. Zu diesem Zweck werden den Teilnehmenden Nadeln mit persönlichem Symbol (dient der Zuordnung) ausgehändigt, welche anschließend auf einer Sozialraumkarte gesteckt werden können. Hier sollen die Teilnehmenden dann markieren, wo sie sich am liebsten aufhalten, welche Orte sie im Quartier am häufigsten aufsuchen, wo sie einkaufen gehen und wo sie ihren Bekannten-/Freundeskreis haben.

Stolpersteine

Ein allgemeingültiges Konzept der Quartiersabgrenzung existiert bislang nicht (vgl. Schnur 2014), da die oft subjektiv und objektiv stark differierenden Grenzziehungen problematisch sind. Bei Durchführung der Nadelmethode sollte darauf geachtet werden, dass der Ausschnitt des Stadtteilplans ausreichend groß abgebildet wird, um den Teilnehmenden präzise Aussagen über ihre Ortspräferenzen zu ermöglichen.

Bewertung

Die Quartiersabgrenzung- und Identifikation kann gerade am Anfang von Quartiersentwicklungsprojekten wertvolle Vorarbeit leisten, um die Vorstellungen und Einschätzungen der Bewohnerinnen und Bewohner, bezogen auf ihr Quartier, kennenzulernen. Dies erscheint besonders sinnvoll bei Projekten, welche speziell auf die Bewohnerschaft eines Quartiers abzielen.

Finanzierungsansätze

Kommune

Stiftungen

Vereine

Beratung

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

Für dieses Modul sind noch keine Kommentare vorhanden.

Das könnte Sie auch interessieren

Bewohnerinnen- und Bewohnerbefragung

Charrette-Verfahren

Strukturierte Sozialraumtagebücher

Nadelmethode

Literatur

Schnur, Olaf (Hg.) (2008):
Quartiersforschung - zwischen Theorie und Praxis., Wiesbaden