Modul Lebensraumbefragung

Zielsetzung

Die Lebensraumbefragung ist eine Methode, die der Quartiersabgrenzung- und Identifikation dient. Sie soll Lebensgewohnheiten und räumliche Interaktionsmuster der Bewohnerschaft eines Quartiers ermitteln, die eine Kategorisierung von Lebensräumen erlaubt. Diese kann anschließend zu Stadt- und Quartiersplanungskonzepten herangezogen werden.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

Dieses Modul wurde bisher von 0 Nutzern bewertet.

Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Die Durchführung einer Lebensraumbefragung ähnelt der Bewohnerinnen- und Bewohnerbefragung. Allerdings steht hier der Quartiersraum im Vordergrund sowie dessen Begrenzung. Bei der Befragung von Bewohnenden werden Daten zu räumlichen Interaktionsmustern erhoben und anschließend kartiert. So wird beispielweise erfragt, wo die Menschen einkaufen gehen, wo sie ihre Freizeit gestalten und wo sie ihre Freunde treffen. Hinterher lässt sich eine Karte erstellen, die eine gute Übersicht über barrierefreie Lebensräume bietet, aber auch Hindernisse offen legt und die Begrenzung von Quartieren ermöglicht.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Die Stadt Aachen hat die Lebensraumbefragung dazu genutzt, um die Zugehörigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier zu erfassen und 14 Sozialräume ausfindig gemacht, die anschließend für konkrete Maßnahmen und Projekte genutzt wurden.

So wurden  7 Lebensräume innerhalb der Befragung kategorisiert:

Die Daten wurden in Kooperation mit der RWTH Aachen (Institut für Geografie und Soziologie) erhoben. Zusätzlich wurden Analysen vom Einwohnermeldeamt und Kartierungen herangezogen.

Stolpersteine

Da es zahlreiche Methoden gibt um Sozialraumanalysen durchzuführen, kann es zu Unsicherheit kommen, welche Methode zum Einsatz kommen soll. Daher ist es sinnvoll vorher so genau wie möglich Ziele zu formulieren, was genau erfasst werden soll. Erst anschließend kann die passende Methode dazu bestimmt werden.

Bewertung

Hilfreiche Methode um relativ leicht die Quartiersstruktur und die Quartiersgrenzen zu erfassen.

Fallbeispiele

Sozialentwicklungsplan Aachen 2015

Kontakte / Ansprechpartner

Stadt Aachen

Kontakt (Homepage)

Finanzierungsansätze

Kommune

Spenden

Stiftungen

Vereine

Beratung

Kuratorium Deutsche Altershilfe

Ansprechpartnerinnen

Christine Sowinski (Beratung für Dienste und Einrichtungen)

Telefon: 02 21/ 93 18 47 13

Mail: christine.sowinski@kda.de

Ursula Kremer-Preiß (Beratung für Kommunen und Landkreise)

Telefon: 02 21/ 93 18 47 38

Mail: ursula.kremer-preiss@kda.de


Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

Für dieses Modul sind noch keine Kommentare vorhanden.

Weitere Module, die Sie auch interessieren könnten

Bewohnerinnen- und Bewohnerbefragung

Quartiersbegehung/-spaziergang

Quartierstour

Literatur

Früchtel, F; Cyprian, G.; Budde, W. (2010):
Sozialer Raum und Soziale Arbeit. Fieldbook: Methoden und Techniken., Wiesbaden.

Knopp, R. (2009):
Sozialraumerkundung mit Älteren. In: Deinet, U. (Hrsg.): Methodenbuch Sozialraum. 155 ff., Wiesbaden

Riege, M.; Schubert, H. (2005):
Zur Analyse sozialer Räume – ein interdisziplinärer Integrationsversuch. In: Riege, M./Schubert, H. (Hrsg.): Sozialraumanalyse. , Wiesbaden

Stadt Aachen (2009):
Sozialentwicklungsplan Aachen., Aachen

Links

Ist-Analysen im Quartier. Handreichung im Rahmen des Förderbausteins.

Strategien zur Versorgung älterer Menschen mit adäquatem Wohnraum in Aachen. 2. Sozialräume definieren.