Modul Ressourcendatei

Zielsetzung

Die Ressourcenkartei stellt eine gute Methode dar, um Bedürfnisse und Kompetenzen der im Quartier ansässigen Akteurinnen und Akteure zu erfahren, miteinander zu vernetzen und somit auch bürgerschaftliches Engagement anzuregen.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Der Mehrwert der Kartei besteht aus der Sammlung von personalisiertem Quartierswissen, um es bei Bedarf gezielt und zeitnah abrufen zu können. Dieses Wissen in Form von Kompetenzen und nachgefragten Dienstleistungen kann während einer aktivierenden Befragung oder aber auch standardisiert über einen Fragebogen zur Kompetenzkartierung herangezogen werden. Innerhalb der angelegten Ressourcenkartei sind persönliche Ressourcen und Kompetenzen, soziale Kompetenzen (Beziehungen), materielle sowie infrastrukturelle beziehungsweise institutionelle Ressourcen aufzunehmen. Beispielhaft kann eine Ressourcenkartei auf einer Ehrenamtsbörse oder in Zusammenhang eines Ehrenamtstages erhoben werden und wird anhand vier verschiedener farblich abgesetzter Karteikartensysteme angelegt.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Die Rückseite der Karte umfasst die möglichen Ressourcen der Organisation, aber auch was man selbst bzw. was Dritte der Organisation im Gegenzug anbieten könnten. Den restlichen Platz nehmen wie bei der Bürgerinnen- und Bürger Karte detaillierte Auflistungen der bisherigen Aktionen ein

Stolpersteine

Die Kompetenzen einzelner Akteurinnen oder Akteure könnten überschätzt werden, so dass eine zu große Erwartung an diese gestellt werden, welche sie nicht erfüllen können. Daher sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu hohe Erwartungshaltungen entstehen.

Bewertung

Diese sehr einfach durchgeführte Methode ermöglicht das Sichtbarmachen vorhandener und neuer Ressourcen und bedeutet eine Aufwertung der Quartiersarbeit, da sie das soziale Netz erweitert und Synergieeffekte schafft. Somit bietet sich diese Methode sehr gut an, um mögliche Quartierspotenziale zu schaffen und durch Netzwerkarbeit vollkommen nutzbar zu machen.

Fallbeispiele

Begegnungszentrum Hachhausen, Datteln

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

LüttringHaus - Institut für Sozialraumorientierung, Quartier- und Case-Management (DGCC)

Finanzierungsansätze

Kommune

Spenden

Stiftungen

Vereine

Beratung

Die Methode der Sozialraumerhebung findet oftmals in der Quartiersarbeit Anwendung. Interessierte sollten den Austausch mit Akteurinnen und Akteuren suchen, welche die Methode bereits erfolgreich eingesetzt haben.

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Literatur

Früchtel, F; Cyprian, G.; Budde, W. (2010):
Sozialer Raum und Soziale Arbeit. Fieldbook: Methoden und Techniken., Wiesbaden.

Links

Ressourcencheck und Ressourcenkarte

Candan, S.; Schauer-Vetters, S. (2013): Die Ressourcenkarten.