Modul E-Partizipation

Zielsetzung

Unter E-Partizipation versteht man alle elektronischen und internetgestützten Verfahren zur Beteiligung. Es ist eine Möglichkeit zum schnellen Informations- und Meinungsaustausch im Internet. Politische Prozesse können so für Bürgerinnen und Bürger transparent gemacht werden. Sie können diese selbst mitgestalten, ohne zeitlich und örtlich beschränkt zu sein. Diese Methode dient der Information, Kommunikation und Vernetzung.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Dabei können drei Wege der Kommunikation unterschieden werden:

G2C-Government to Citizen (von Regierung zu Bürgerinnen und Bürger): 

Politikerinnen und Politiker oder Organisationen stellen Informationen für Bürgerinnen und Bürger im Netz bereit. Diese haben die Möglichkeit Kommentare und Anregungen abzugeben. Durch den Dialog können Vorbehalte und Widerstände abgebaut und Akzeptanz geschaffen werden.

C2G-Citizen to Government (von Bürgerinnen und Bürger zur Regierung): 

Bürgerinnen und Bürger vertreten ihr Anliegen und geben Beschwerden ab. Sie können Petitionen diskutieren oder stellen Fragen an Politikerinnen und Politiker.

C2C-Citizen to Citizen (von Bürgerinnen und Bürgern zu Bürgerinnen und Bürgern): 

Bürgerinnen und Bürger informieren, organisieren und vernetzen sich untereinander. Im Internet können nicht nur Meinungen ausgetauscht werden. Über soziale Netzwerke werden Kontakte geknüpft und z.B. Demonstrationen organisiert.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Stolpersteine

Da die Methode unverbindlich ist, sollte das Thema möglichst viele Personen betreffen, um einen Nutzen und eine Erkenntnis daraus ziehen zu können. Kritisiert werden können v.a. die Komplexität und die Manipulationsmöglichkeiten der Anwendungen. Insbesondere ist zu beachten, dass nicht alle Bevölkerungsgruppen gleich stark im Internet aktiv sind.

Bewertung

Problematisch ist, dass ältere Personen unterdurchschnittlich im Internet vertreten sind und nicht immer über die notwendigen Fähigkeiten zur Bedienung des Angebots verfügen. Demnach werden ältere Personen nicht ausreichend erreicht. E-Partizipation sollte nicht die Einzige, kann aber eine unterstützende Beteiligungsform darstellen.

Fallbeispiele

Projekt "Bocholter Bürgerblog" Beteiligung der Bürger bei der Entwicklung eines Kulturquartiers

Projekt "Bürgerhaushalt Bonn"

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

E-Partizipationsplattform Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) dito 6.0

Finanzierungsansätze

Beratung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMI) Projekt “Youthpart – ePartizipation vor Ort”

Das Projekt bietet interessierten Kommunen u.a. die Unterstützung bei der Entwicklung von ePartizipationsverfahren. Projektstart: 6/2012; Bewerbungsschluss 6/2013; Projektschluss 6/2014

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Literatur

Gräßer, Lars (2012):
Soziale und politische Teilhabe im Netz? E-Partizipation als Herausforderung., München

Grimme-Institut (2011):
Im Blickpunkt: E-Partizipation. Medienkompetenz NRW., Marl

Herzig, Philipp (2010):
Konzeption einer Informationsinfrastruktur zur E-Partizipation unter Berücksichtigung von Web 2.0., München

Kabis-Staubach, Tülin et al (2012):
Beteiligungsfrust! Partizipation und Aktivierung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entsolidarisierungsprozesse. In: Forum Wohnen und Stadtentwicklung.

Okupe, Christoph (2007):
E-Partizipation: Beteiligungsprojekte im Internet., Bonn

Links

Dokumentation der Fachtagung "Zeitalter der Partizipation" (Bundeskongress Politische Bildung)

Downloads

Studie der Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH