Modul Mouse Mobil

Zielsetzung

Mithilfe dieses Moduls soll es mobilitätseingeschränkten Seniorinnen und Senioren ermöglicht werden, die Nutzung von PCs sowie des Internets zu erlernen. Gerade körperlich eingeschränkte Ältere, denen häufig der Zugang zu anderen Kontaktmöglichkeiten nur begrenzt gegeben ist, haben so die Möglichkeit Kontakte über das Internet zu erlangen und ggf. auch offline zu pflegen.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Zunächst sollte geplant werden in welchem Umfang sich das Projekt bewegen soll. Die Anzahl der angeschafften Geräte und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bestimmen den Stundenumfang, zu dem Leistungen angeboten werden können.

Bei der Anschaffung der Laptops sollte darauf geachtet werden, dass diese über ein ausreichend großes Display und eine aktuelle Standardsoftware (z.B. Microsoft) verfügen. Auf diesem Weg kann sichergestellt werden, dass die Seniorinnen und Senioren, die sich in Folge dieser Lerneinheiten einen eigenen PC anschaffen wollen, mit den aktuellen Standards ebenfalls zurechtkommen.

Zeitgleich sollten freiwillige Helferinnen und Helfer rekrutiert werden. Diese sollten über eine gewisse Computer-Affinität verfügen und ggf. einen kurzen Lehrgang mitmachen, in dem sie mit gängigen Fragestellungen aus dem Bereich des Einstiegs in den Umgang mit PCs vertraut gemacht werden.

Nachdem genügend Geräte sowie Ehrenamtliche vorhanden sind, kann mit der zielgruppenspezifischen Bewerbung des Projektes begonnen werden. Die Koordinierung der Treffen von Ehrenamtlichen und Seniorinnen und Senioren kann mithilfe einer zentralen Hotline organisiert werden. Dort können sich sowohl interessierte ältere Personen, als auch an einer ehrenamtlichen Zusammenarbeit Interessierte informieren und zueinander finden.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Stolpersteine

Neben einer grundlegenden Einweisung in die Verwendung eines Browsers oder einer Suchmaschine sollten mit den Seniorinnen und Senioren unbedingt auch mögliche Risiken und Problemsituationen besprochen werden. Findet keine – oder nur eine sehr reduzierte – Sicherheitseinweisung statt, besteht die Gefahr, dass sich die Älteren (vor allem bei eigenständiger Internetnutzung) gravierenden Sicherheitslücken aussetzen und so beispielsweise Opfer von Trickbetrügern oder Trojanern werden.

Bewertung

Gutes Modul um mobilitätseingeschränkten Älteren eine Möglichkeit zur Kontaktpflege außerhalb der eigenen vier Wände aufzuzeigen. Während der Aufwand für dieses Modul eher gering ausfällt, ist der Ertrag für den oder die Einzelne/n beträchtlich.

Fallbeispiele

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.

Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland in Kooperation mit dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk (EEB) Nordrhein und regionalen Trägern in Düsseldorf, Essen, Krefeld, Leverkusen, Neuss, Siegburg und Lohmar.

Das Projekt wird begleitet vom Forum Seniorenarbeit (www.forum- seniorenarbeit.de).

Das Forum Seniorenarbeit ist ein Projekt des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Rheinland. Es wird unterstützt vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Kontakte / Ansprechpartner

Vereine, in denen sich bereits Menschen ehrenamtlich engagieren, können gute Ansprechpartner bei der Vermittlung von Helferinnen und Helfern sein.

Finanzierungsansätze

Kommune

Spenden

Stiftungen

Vereine

Beratung

Gerade mobilitätseingeschränkte Ältere, die sich bisher nicht online bewegen, sind eine schwierig über Angebote zu informierende Zielgruppe. Neben Anzeigen in der Lokalpresse und Briefkasteneinwürfe in überwiegend von Älteren bewohnten Gegenden, kann es sinnvoll sein mit Dienstleistenden zusammen zu arbeiten, die Zugang zu eben diesen Personen haben. So könnten die Angestellten der Pflegedienste, des Betreuten Wohnens oder Essen auf Rädern ihren Klienten unter Umständen mithilfe eines vorgefertigten Flyers oder Visitenkarten von dem Angebot berichten und den Kontakt vermitteln. Dafür sollte ein Netzwerk mit den entsprechenden Anbietern erarbeitet werden.

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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