Modul Inklusive Praxis in Organisationen

Zielsetzung

Ziel ist es, Einrichtungen und Organisationen im Quartier ein Instrumentarium an die Hand zu geben, anhand dessen sie die Umsetzung inklusiver Strukturen in der eigenen Organisation überprüfen, einschätzen und Handlungsstrategien ableiten können. Der "Kommunale Index für Inklusion" und das zugehörige "Praxishandbuch" (s. Literatur) ermöglicht es allen Arten von Organisationen im Quartier, ihre Strukturen und ihr Bewusstsein für Inklusion zu überprüfen. Maßnahmen zur Umsetzung und Weiterentwicklung helfen dabei, Organisationen inklusiver auszurichten und Strukturen vor Ort zu verbessern.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Der kommunale Index für Inklusion richtet sich an Menschen in allen Arten von Einrichtungen – Kommunen, Organisationen, Behörden, Unternehmen, Verbänden, Kirchen, Sportvereinen, Bildungseinrichtungen etc. Der Index für Inklusion besteht aus einer Art strukturierten Checkliste. Fragen unterstützen dabei den Ist-Stand zu erheben und die internen Strukturen zielgerichtet zu entwickeln, um nach der gemeinsamen Leitidee Inklusion zu handeln (vgl. Montag Stiftung 2014).  

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Stolpersteine

Inklusion muss als Querschnittsaufgabe ständig präsent sein und Eingang in die Prozesse der Organisationen finden. Damit ist es ein langfristiger Prozess, Bewusstseinsänderungen brauchen Zeit und Reflexion des eigenen Handelns. Dabei besteht die Gefahr der „Betriebsblindheit“ bei der Einschätzung des eigenen Handelns. Die Umsetzung erfordert Unterstützung der Leitungsebene.

Bewertung

Mit dem „Index für Inklusion“ wird die Selbsteinschätzung für Institutionen im Hinblick auf eigene inklusive Strukturen, Handlungen und Sichtweisen ermöglicht. Eine Überprüfung und Weiterentwicklung des organisationsinternen Handelns, des Bewusstseins und der Sensibilisierung wird erleichtert. Anhand konkreter Leitfragen wird die Umsetzung strukturiert, unterstützt und kann ergebnisoffen diskutiert werden. Daraufhin können Leitlinien, Aktionspläne und Handlungsleitfäden erstellt werden, um eine gemeinsame und verbindliche Entwicklung inklusiver Strukturen zu gewährleisten und zu strukturieren.

Fallbeispiele

Index der evangelischen Kirche im Rheinland „Da kann ja jede(r) kommen - Inklusion und kirchliche Praxis“

Alleinklusive – aktiv in Eitorf

Unter Dach und Fach – Ein Index zur Inklusion zum Wohnen in der Gemeinde. Projekt der Lebenshilfe Bundesvereinigung. Drei Praxisstandorte im Projekt sind:

- Lebenshilfe Heidelberg (Baden-Württemberg)

- Lebenshilfe Oberhausen (Nordrhein-Westfalen)

- Lewitz-Werkstätten Parchim (Mecklenburg-Vorpommern)

Kontakte / Ansprechpartner

Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge

Finanzierungsansätze

Bestandteil des Qualitätsmanagements

Kommune

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Literatur

Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft (Hrsg.) (2011):
Kommunaler Index für Inklusion? Arbeitsbuch. Eigenverlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., Berlin

Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft (Hrsg.) (2011):
Inklusion vor Ort - Der Kommunale Index für Inklusion - ein Praxishandbuch. Eigenverlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., Berlin

Links

Selbsttest zur Inklusion und inklusive Methoden für Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit