Modul Vorlesepartnerschaften der Generationen

Zielsetzung

Ziel dieses Moduls ist die Förderung der Bindung zwischen den Generationen. Mithilfe des gemeinschaftsbildenden Vorlesens soll eine Kooperationen zwischen Alten- und Pflegeheimen, Jugendeinrichtungen, Kindergärten und Schulen geschaffen werden. Dabei verbindet das Vorlesen Seniorinnen und Senioren aus Pflegeeinrichtungen mit Kindern und Jugendlichen aus Schulen/Kindergärten im näheren Umkreis.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Zunächst müssen Partnerschaften zwischen Alten- oder Pflegeeinrichtungen oder Seniorengruppen und Kinder- und Jugendeinrichtungen hergestellt werden. Dies kann entweder von Seiten einer zentralen Koordinationsstelle aus geschehen oder durch die Einrichtungen selbst. Nach der Vernetzung sollten Termine vereinbart werden, an denen eine Vorlesestunde stattfinden kann. Diese sollte insofern vorbereitet werden, als dass eine gewisse Auswahl an Vorlesematerial zu Verfügung gestellt und konkrete Vorlesende vorab angesprochen werden. Zudem sollte ein Raum bestimmt werden, in welchem die Veranstaltung stattfinden soll. Dies kann ein Gemeinschafts-/Aufenthaltsraum in einer der beiden miteinander kooperierenden Einrichtungen oder evtl. auch ein Raum in einem Gemeinde- oder Nachbarschaftshaus sein. Je nach Veranstaltungsort und zeitlichem Umfang, kann es sinnvoll sein, Getränke anzubieten. Abhängig von der Altersklasse der Zuhörenden könnten die gewählten Vorleseinhalte eine einzelne Sitzung in ihrem Umfang übersteigen. In diesem Fall wäre es von Vorteil, wenn sich ein fester Kreis aus Vorlesenden und Zuhörenden etablieren würde, der regelmäßig stattfindet.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Zu den wichtigen Umsetzungsschritten gehören die Vorbereitung sowie inhaltliche Konzeption des Projekts, was u.a. die Zusammenstellung von möglichen Kooperationseinrichtungen umfasst. Im zweiten Schritt müssen interessierte Einrichtungen miteinander vernetzt und die Durchführungen der Vorlesestunden geplant werden. Geeignete Räumlichkeiten könnten sich sowohl in Schulen als auch Pflegeeinrichtungen befinden. Berücksichtigen sollte man neben der Unterbringung aber auch Transportmöglichkeiten, damit alle Interessierten an der Vorlesestunde teilnehmen können. Vorlesematerialien sollten vorab angeschafft werden. Auch hierzu sind sicherlich Schulen gut ausgestattet. Sie könnten darüber hinaus auch methodische Hinweise bereithalten, die bei der Durchführung des Projekts wichtig sind. Schließlich müssen die Projektverantwortlichen dafür Sorge tragen, dass das Projekt auch langfristig erhalten bleibt und hierfür die Einrichtungen bei der Kooperation unterstützen.

Stolpersteine

Um eine wirkliche Vertiefung der Kontakte zwischen Seniorinnen und Senioren und Kindern zu ermöglichen, müssen Veranstaltungen, bei denen alle Beteiligten aufeinander treffen, in einigermaßen regelmäßigen Abständen stattfinden.

Um zu gewährleisten, dass das Angebot auch langfristig bestehen kann, müssen immer genug Interessierte auf beiden Seiten vorhanden sein. Auf Seiten der Älteren ist zu berücksichtigen, dass das Vorlesen vor größeren Gruppen von Kindern unter Umständen mit ungewohnten Anstrengungen verbunden sein könnte.

Bewertung

Gute Methode, um Ältere, Kinder und Jugendliche wieder mehr miteinander in Kontakt zu bringen. Auch wenn durch die erhöhte Mobilität der jüngeren Generationen häufig kein enger Bezug zu den eigenen Großeltern mehr vorhanden ist, kann auf diesem Weg zu anderen Seniorinnen und Senioren ein Verhältnis hergestellt werden.

Fallbeispiele

Von Seiten des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter der Landes NRW wurde am 21. November 2014 eine „Vorlesestunde der Generationen“ veranstaltet. Weitere Informationen dazu finden sie hier.

In diesem Projekt aus der Solinger-Nordstadt werden Kinder von erfahrenen Vorlesepaten zu Vorlesern ausgebildet, um in Pflegeeinrichtungen ehrenamtlich vorzulesen.

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

Der Bundesweite Vorlesetag

Die Städte haben auf ihren Websites häufig Auflistungen sowohl von Senioreneinrichtungen, als auch von Kindertagesstätten oder Krippen. Diese können eine Grundlage für die Herstellung von Partnerschaften bilden.

Finanzierungsansätze

Dieses Modul kann auf ehrenamtlicher Basis durchgeführt werden. Gegebenenfalls kann für die Einrichtung einer zentralen Koordinationsstelle finanzielle Unterstützung bei der Stadt beantragt werden.

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Projekte

Begegnungsstätte Essen Steele, Essen

Stadtteilbibliothek Reydt, Mönchengladbach

Bürgerstiftung "Leben in Hassel", Gelsenkirchen

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