Modul Szenarienworkshop zur verlässlichen Versorgung

Zielsetzung

Der Workshop richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Wohn- und Unterstützungsangeboten im Bereich der Alten- und Behindertenhilfe, Behindertenbeauftragte (falls vorhanden) sowie der Sozialplanerinnen und Sozialplaner der Kommunen und der Landschaftsverbände und soll dazu dienen, an konkreten Fallbeispielen zu verstehen, wie die Vermittlung von Hilfen und Unterstützungsleistungen im Quartier funktioniert (i.S. eines Verstehens der Abläufe und Angebotsstrukturen vor Ort). Darauf aufbauend dient der Workshop dazu, adressatenorientiert Ideen zu entwickeln, wie sich Abläufe und Angebote (kooperativ) weiterentwickeln lassen, um möglichst allen Seniorinnen und Senioren auch bei steigendem Unterstützungsbedarf den Verbleib im Quartier und eine verlässliche Versorgung zu ermöglichen und Angebote der Alten- und Behindertenhilfe besser zu verzahnen. Gleichzeitig sollen bestehende leistungsrechtliche Frage- und Problemstellungen aufgedeckt werden, die einer stärkeren Verzahnung der Angebote der Alten- und Behindertenhilfe (bisher) im Wege stehen. Zudem ermöglicht ein gemeinsamer Workshop den Austausch und das Verstehen der Systeme der Alten- und der Behindertenhilfe, die bisher weitgehend getrennt voneinander bestehen, aber Potenziale der Kooperation bieten.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Der Workshop sollte einen ganzen Tag dauern, um einen ausführlichen Austausch zu ermöglichen und auch auf Detailfragen eingehen zu können. Dazu sollten Dienstleistende im Bereich Wohnen und Unterstützung (auf Leitungsebene), Soziale- und Altenhilfeplanerinnen und -planer einbezogen werden, um die Bandbreite an Angeboten und Versorgungsleistungen abbilden zu können und eine Transparenz der Leistungen herzustellen. Ausgangspunkt sind (fiktive) Fallbeispiele (bes. von älteren Menschen mit Behinderung z.B. im familiären/ambulant unterstützten und stationären Wohnen) für Fragestellungen der Versorgung und Zuständigkeiten. Verschiedene Szenarien im Hinblick auf veränderte Unterstützungsbedarfe der Fallbeispiele geben Antworten auf aktuell bestehende Angebote, mögliche Anknüpfungspunkten der Altenhilfe. Darüber hinaus sollen Ideen für die Weiterentwicklung von sozialräumlichen und verlässlichen Angeboten entwickelt werden.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Leitfragen für die Diskussion:

Ergebnisse für jedes Szenario dokumentieren Themenfeldbezogen (z.B. Tagesgestaltung/Freizeit, Wohnmöglichkeiten/-settings, Alltagshilfen/Mobilität, Nachtbereitschaft) können die Ziele, die aktuelle Praxis und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten und -wünsche dokumentiert für den Ausbau von Kooperation, Netzwerken und Angeboten genutzt werden (z.B. ambulante Pflegedienste, gemeinsame Beratung, Informationen zu Angeboten im Quartier etc.).

Stolpersteine

Bewertung

Fallbeispiele

Szenarienworkshop in Münster-Hiltrup mit Trägern der Alten- und Behindertenhilfe, (S. 77f.)

Kontakte / Ansprechpartner

Da die verwendeten Fallbeispiele möglichst realitätsnah sein sollten, wäre es hilfreich, wenn diese mit einer Gruppe multidisziplinärer Fachkräfte vorab entwickelt würden.

Finanzierungsansätze

Kommune

Träger

Beratung

Für die Organisation eines Szenarieneworkshops könnte mit Pflegestützpunkten kooperiert werden, um eine Vernetzung mit anderen Akteurinnen und Akteuren herzustellen.

Übersicht Pflegestützpunkte NRW

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Links

Forschungsprojekt SoPHiA: Szenarienentwicklung mit Fallbeispielen zur Versorgung im Sozialraum Münster-Hiltrup für eine Arbeitsgruppe mit Trägern der Alten- und Behindertenhilfe