Modul Fotosafari/ Fotostreifzug

Zielsetzung

Die Bewohnerinnen und Bewohner fotografieren ihr Quartier und präsentieren es anschließend aus ihrer eigenen Perspektive. Dabei werden Orte, die besonders positiv wahrgenommen werden, aber auch negative Orte im Rahmen des Streifzuges aufgenommen.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Die Fotosafari stellt eine Variante der strukturierten Stadtteilbegehung dar und ermöglicht die Beteiligung von Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohnern durch Fotostreifzüge.
Dieses Modul fokussiert eine Analyse der Lebenswelt der Menschen im Quartier. Bürgerinnen und Bürger werden durch die Fotodokumentation zu Expertinnen und Experten ihres Quartiers, wodurch ein Dialog zwischen den Betroffenen und Handelnden hergestellt wird. In der Regel werden vor allem Jugendliche aufgefordert durch die Fotostreifzüge ihre subjektiven Sichtweisen und Bewertungen zu bestimmten Orten im Quartier sichtbar zu machen und somit einen Einblick in ihre Lebenssituation zu bekommen. Aber auch Seniorinnen und Senioren können gezielt angesprochen werden mit dieser Methode. Beispielsweise unter dem Motto: „Wie seniorengerecht ist unsere Gemeinde?“. Die entstandenen Fotos können im Anschluss bei einem Treffen gemeinsam ausgewertet und auf einer Bürgerversammlung präsentiert werden. Zudem lassen sich Fotostreifzüge gut mit einem Fotowettbewerb oder einer Fotoausstellung kombinieren.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Unter dem Motto: „Ein Bild sagt mehr als 1 000 Worte“ ziehen z.B. Jugendliche oder Seniorinnen und Senioren in kleinen Gruppen durch das Quartier und machen Fotos oder Videos von besonders attraktiven und besonders unattraktiven Orten. Jugendliche können beauftragt werden, besonders „coole“ oder besonders „uncoole“ Räume oder auch „Angsträume“ aufzuzeigen. Bevor der Streifzug losgeht, sollte eine kleine inhaltliche Einführung durch die Moderation erfolgen, die den Sinn und Zweck des Streifzuges erläutert. Durch Symbol-Kärtchen, die in die Kamera gehalten werden (zum Beispiel „Finde ich cool“, „Gefährliche Stelle“) können subjektive Bewertungen gleich mit abgebildet werden. Es empfiehlt sich mit bereits bestehenden Gruppen oder Cliquen aus Vereinen, Schulen etc. zu arbeiten. Nach dem Streifzug werden die Fotos oder Videos besprochen (z.B. warum ein Ort gemieden wird). Werden die Fotos darüber hinaus in digitale Stadtpläne integriert und dort erläutert, könnten weitere Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden, indem sie eingeladen werden, die Fotos zu kommentieren. Bei der Auswertung sollten die Ergebnisse so aufbereitet werden, dass sie in die folgenden Planungsschritte einfließen können.

Stolpersteine

Eine Methode, welche besonders für Jugendliche geeignet ist. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Streifzug von den Jugendlichen ernst genommen wird. Daher sollte überlegt werden, ob jede Gruppe durch eine Begleitperson geführt wird. Die Methode des Streifzuges ist aber auch für alle übrigen Bevölkerungsgruppen praktikabel. Vor allem bei Seniorinnen und Senioren sollte darauf geachtet werden, dass sie mit der Technik der Kameras vertraut sind und mit diesen richtig umgehen können.

Bewertung

Diese Methode eignet sich vor allem für Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohner, die ihre Sichtweisen lieber non-verbal ausdrücken wollen. Der Fotostreifzug ist stellt eine gute Möglichkeit für Seniorinnen und Senioren dar, um ihre Lieblingsplätze wie z. B. Erholungsräume oder Treffpunkte, Barrieren oder auch Orte mit Handlungsbedarf im Quartier sichtbar zu machen. Der geringe zeitliche Aufwand von ca. 2 Stunden für die Streifzüge sowie ein Nachmittag oder Abend für die Diskussion und die geringen Kosten stellen sich als wesentliche Vorteile dieser Methode heraus.

Fallbeispiele

Spielleitplanung für Berlin

Das Projekt „Lieblingsplätze in Flingern“

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der einzelnen Fallbeispiele können Ihnen mit Tipps zur Planung und Durchführung von Fotosafaris/ Fotostreifzügen weiterhelfen.

Finanzierungsansätze

Kommune

Spenden

Stiftungen

Vereine

Beratung

Quartiersmanagement

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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