Modul Demenz-Rucksack

Zielsetzung

Demenz-Rucksäcke sind gefüllt mit nützlichen Informationen und Utensilien rund um das Thema Demenz. Neben Sachliteratur und themenbezogenen Medien enthält der Rucksack Ideen und Materialien, um Betroffenen und Angehörigen Orientierung zu geben und ihnen dabei zu helfen, den (gemeinsamen) Alltag positiv zu gestalten.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Von zentraler Bedeutung für die Umsetzung des Moduls ist die Zusammenstellung der Materialien für den Demenz-Rucksack. Hierfür können die Initiatoren des Projekts sämtliche lokalen Akteure kontaktieren, die potentiell über geeignete Utensilien verfügen. So können z. B. Stadt(teil)bibliotheken Sachliteratur rund um das Thema Demenz (Krankheitsbild, Behandlung etc.) bereitstellen sowie weitere Medien wie Vorlesegeschichten, Bilderbücher, Spiele oder alte Filme und Hörspiele, die bei demenzerkrankten Personen positive Erinnerungen wecken. Darüber hinaus bietet es sich an, quartiersspezifische Materialien (z. B. Informationsbroschüren lokaler Anlaufstellen und Dienstleister) zu ergänzen. Neben den verschiedenen Medien kommen auch andere Utensilien für den Rucksack in Frage, die demenzerkrankten Personen Freude bereiten bzw. ihnen Beschäftigung bieten (z. B. Nesteldecken, spezielle Kuscheltiere). 

Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Moduls ist zudem eine geeignete Anlaufstelle, an der Betroffene und Angehörige den Rucksack ausleihen können. Hier bieten sich bereits vorhandene und allseits bekannte Einrichtungen im Quartier an (z. B. Stadtbibliothek, Bürgerbüro), die die Ausleihe koordinieren, sodass keine zusätzlichen Strukturen geschaffen werden müssen. Um die Reibungslosigkeit und Nachhaltigkeit des Angebots zu gewährleisten, sollten im Vorfeld Regularien mit der jeweiligen Koordinierungsstelle abgestimmt werden, die die Rahmenbedingungen der Ausleihe festlegen (u. a. Leihfristen, Reservierung) und die im Falle von Beschädigungen oder Verlusten greifen. Für die Pflege und die Instandhaltung der Rucksack-Inhalte ist es ggf. sinnvoll, eine ehrenamtliche Helferin oder einen ehrenamtlichen Helfer einzusetzen.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Stolpersteine

Die Instandhaltung der Rucksack-Inhalte erfordert besondere Aufmerksamkeit. Speziell bei Gegenständen, die aktiv genutzt werden (z. B. Spiele, Kuscheltiere), ist mit Abnutzungserscheinungen und Verunreinigungen zu rechnen, sodass eine regelmäßige Überprüfung und ggf. Säuberung unabdingbar ist. Quartiersspezifische Informationen sollten zudem regelmäßig auf Aktualität überprüft und ggf. ausgetauscht bzw. ergänzt werden.

Bewertung

Gutes und mit wenig Aufwand umsetzbares Projekt, um dem Thema Demenz im Quartier mehr Aufmerksamkeit zu schenken, Betroffene zu stärken und Unterstützungsmöglichkeiten zu kommunizieren.

Fallbeispiele

Demenz-Rucksack Bocholt

Kontakte und Anprechpartner

Es empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit vorhandenen Anlauf- bzw. Informationsstellen für Senioren und Angehörige – etwa das Seniorenbüro, Pflegeberatungsstellen oder die örtliche Stadtbibliothek.

Finanzierungsansätze

Die Zusammenstellung der Rucksack-Inhalte kann über Geld- oder Sachspenden lokaler Akteure (Vereine, Kommunen, Verbände, Dienstleister) oder spezielle Fördermittel erfolgen.

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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