Modul Nachbarschaftswache

Zielsetzung

Ziel dieses Moduls ist die Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls von Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohnern. Im Rahmen von Beteiligungsprozessen kann die Methode schnell und zielführend umgesetzt werden.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Eine Nachbarschaftswache oder eine Sicherheitsberatung können eine Ergänzung zu polizeilichen Tätigkeiten darstellen. So können sich Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohner zusammenschließen, um in ihrem Wohnbezirk über Eigentumsdelikte zu informieren. Zunehmend werden hierfür auch die Kanäle der sozialen Medien genutzt. Die Nachbarschaftswache kann als Plattform dienen, um einen Kontakt zwischen Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohnern und Experten herzustellen. So können Tipps für die eigene Sicherheit und Informationen der Polizei, wie z.B. Warnungen vor Einbruchstechniken und Betrugsmethoden gezielt weitergegeben werden. Zudem können öffentliche Veranstaltungen die Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohner sensibilisieren und ihre Aufmerksamkeit auf ihre Umgebung lenken, was sowohl eine Erhöhung der subjektiven als auch der objektiven Sicherheitslage zur Folge hat.

Für die Nachbarschaftswachen besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen internationalen Bürgerzusammenschlüssen. Für diese Vernetzung kann beispielsweise die European Neighbourhood Watch Association (EUNWA) genutzt werden, die auch jährliche Konferenzen einberuft, an der Mitglieder von Nachbarschaftswachen verschiedener europäischer Länder teilnehmen.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Die Nachbarschaftswache kommt nicht ohne eine gute Vorbereitung und inhaltliche Konzeption aus. Dazu gehören bereits die Beschaffung und Aufbereitung von Informationen. Sinnvoll erscheint auch eine Informationsveranstaltung für interessierte Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohner zu veranstalten und diese durch eine professionelle Moderation zu unterstützen. Besonders aufschlussreich könnte sich auch die Vertretung von Seiten der Polizei erweisen. Nach Möglichkeiten sollten regelmäßige Wiederholungstreffen veranstaltet werden, damit das Wissen aufgefrischt und aktualisiert wird. Anschließend sollten sowohl der Zugang zu der Nachbarschaftswache über Informationsflyer, Newsletter, Website oder gegebenenfalls Social-Media Profile bedacht werden, als auch die Dokumentation.

Stolpersteine

Nachbarschaftswachen bedürfen einer sorgfältigen Recherche, bevor Informationen über die örtliche Sicherheitslage und potenzielles Risikoverhalten an die Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohner weitergegeben werden. Diese sollten objektiven Bewertungen standhalten können und nicht durch die subjektive Wahrnehmung der Sicherheitsberater verzerrt sein, da sonst unter Umständen unbegründet Besorgnis hervorgerufen würde.

Zudem sollten Nachbarschaftswachen nicht missbraucht werden, um Vorurteile gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen zu schüren oder womöglich zu Selbstjustiz gegenüber diesen aufzurufen (Stichwort: Bürgerwehr).

Die konstante Mitarbeit der Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohner ist die Voraussetzung für eine funktionierende Nachbarschaftswache.

Das Medium des Internets ist eine gute Möglichkeit regelmäßig über Sicherheitsrisikos zu informieren und stellt auch eine Plattform für Diskussionen dar. Gerade die Generation 60+ ist auf dieser Ebene jedoch weniger gut vernetzt und bedürfte daher zusätzlich anderer  Kommunikationswege.

Bewertung

Gute Methode, um eine Beratung zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Polizei zu individuellen Sicherheitssorgen zu vermitteln. Um eine langfristige Funktionalität der Nachbarschaftswachen zu gewährleisten, müssen die Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohner regelmäßig informiert und auch zu Veranstaltungen eingeladen werden. Dies ist mit einem erhöhten Aufwand verbunden.

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

European Neighbourhood Watch Association

Finanzierungsansätze

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Links

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