Modul Quartiersfest

Zielsetzung

Ein Quartiersfest dient der Kontaktaufnahme und Aktivierung von Bürgerinnen und Bürgern im Quartier. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen auf den Festen miteinander ins Gespräch kommen, sich gegenseitig unterstützen und zu einem konkreten Anlass zusammenkommen. Quartiersfeste fördern den generationenübergreifenden Dialog und stärken die Nachbarschaften. Es sollen Menschen und Institutionen im Quartier besser miteinander vernetzt werden.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

Dieses Modul wurde bisher von 7 Nutzern bewertet.

Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Ein Quartiersfest sollte generell nicht von Einzelpersonen oder auch nur einer einzigen Institution geplant werden. Gleichwohl empfiehlt sich die Benennung einzelner oder einiger weniger Verantwortlicher. Hilfreich ist die Zusammenarbeit mit Institutionen im Quartier, die bereits Erfahrungen mit größeren Feiern und Festen haben.
Hilfreich ist auch die Verknüpfung mit anderen Initiativen und Aktivitäten im Quartier, die man mit Hilfe des Festes zusammenführt oder denen man eine gemeinsame Präsentationsplattform bieten will.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Wenn man sich auf einen Kreis von Veranstalterinnen und Veranstaltern und Initiatorinnen und Initiatoren verständigt hat, sind einige Grundsatzentscheidungen zu treffen und Fragen zu klären:

  1. Für wen ist das Quartiersfest gedacht (Zielgruppen)
  2. Wo und wann genau soll es stattfinden
  3. Wie soll das Programm aussehen, welche Angebote wollen wir machen?
  4. Wie viel Geld benötigen wir und wo bekommen wir das her?
  5. Wer packt mit an und hilft bei der Umsetzung?
  6. Wie machen wir das Quartiersfest bekannt, damit möglichst viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Zielgruppe kommen?

Für die konkrete Umsetzung helfen einfache und übersichtliche Checklisten (siehe unten). Es sind viele organisatorische Dinge, behördliche Angelegenheiten, Fragen der Sicherheit und Hygiene (Entsorgung) sowie der notwendigen Nutzungsrechte (Plätze, öffentliche Verkehrsfläche und nicht zuletzt Musik) zu klären. Der Aufwand hängt sehr vom Zuschnitt und der Auswahl der Zielgruppen ab. Außerdem gibt es zahlreiche “Profis”, die solche Feste und Feiern gerne mit ihren Leistungen unterstützen (Getränkehändler, Zeltverleiher, Hüpfburgenbetreiber etc.), aber eben auch die Kosten in die Höhe treiben.

Stolpersteine

Die größten Stolpersteine sind Geld und Zeitaufwand für ein solches Fest. Eine große Zahl Mitinitiatorinnen und Mitinitiatoren hilft bei der Aufteilung der Lasten und Risiken, erhöht aber auch den Abstimmungs- und Kommunikationsbedarf. Hier braucht es eine gute Balance. Die Einbeziehung von Profis (Hauptamtlichen aus Institutionen) kann hilfreich sein, da diese häufig bereits über Erfahrungen verfügen. Dies kann aber auch zur “Entmündigung” und “Ausgrenzung” von ehren- oder nebenamtlich engagierten Personen führen.

Bewertung

Das Quartiersfest ist besonders geeignet:

Fallbeispiele

Im Quartier bleiben - Nachbarschaft leben! - Standort Alt-Erkrath

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

Caritas-Begegnungsstätte
Monika Thöne
Gerberstraße 7
40699 Erkrath
Tel.: 0211 – 24 35 53

CBT-Wohnhaus St. Johannes
Sabine Dreißigacker
Kirchstraße 9 – 11
40699 Erkrath
Tel.: 0211 – 24 90 70

Ev. Wohnhaus Haus Bavier
Susanne Berg
Bahnstraße 66
40699 Erkrath
Tel.: 0211 – 24 05 29 0

Finanzierungsansätze

Beratung

Lokale Oragnisationen, Akteure und Kommune

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

Ich halte dieses Modul für sehr hilfreich. Schließlich muß nicht jeder das Rad neu erfinden.Natürlcih ist es ein Unterschied, ob das Quartiersfest für eine größere Stadt oder für ein Dorf mit entsprechenden Strukturen geplant und vorbereitet sowie durchgeführt wird. Ich halte jedenfalls Partizipation der Betroffenen für unumgänglich. Johannes- Michael Bögge "Gerontologie Jonkret"
Wir haben bereits ein Quartiersfest durchgeführt, allerdings ohne dieses Modul vorher zu kennen. Die im Modul vorschlagenen Schritte stimmen überein mit unseren eigenen Schritten und Erfahrungen, die sich als zielführend herausgestellt haben. Wir sehen das Modul als hilfreich und umsetzbar an.

Projekte

Wohnpark Junkersdorf, Köln

Wohnprojekt „Amaryllis eG“ in Vilich-Müldorf, Bonn

Älter werden im ZukunftsDORF - leben und lernen über Generationen, Legden

Wohngemeinschaftshaus Leben in Schaffrath , Gelsenkirchen

Netzwerk der Generationen, Mülheim an der Ruhr

Wohnanlage Hederpark, Salzkotten

Quartiersentwicklung in Ahlen-Nord, Ahlen

Quartiersentwicklung in Duissern, Duisburg

Quartiersentwicklung im Eckbusch/Siebeneick, Wuppertal

Quartiersentwicklung in Hardterbroich, Mönchengladbach

Älter werden in Ahlen, Quartier Gezeitenland, Ahlen

Quartiersentwicklung in Kammerich, Bielefeld

Quartiersentwicklung in Riehl, Köln

Suppenfest, Essen

Weitere Module, die Sie auch interessieren könnten

Quartiersbegehung/-spaziergang

Runder Tisch

Tauschring / Tauschbörse

Literatur

Nick, Matthias / Jüngst, Wolfgang (2007):
Wenn der Nachbar nervt. Rechte und Pflichten in der Nachbarschaft

Links

Checkliste Straßenfeste