Modul Geschichtspfad

Zielsetzung

Ein Geschichtspfad stellt die historischen Zusammenhänge eines Quartiers oder einer Stadt dar und macht sie erfahrbar. Ein Geschichtspfad bietet die Möglichkeit wichtige historische Stätten zu verbinden. Er kann den Dialog zwischen verschiedenen Generationen, die Auseinandersetzung mit dem Wohnstandort und die Eigeninitiative der Bürgerinnen und Bürger anregen.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

Dieses Modul wurde bisher von 2 Nutzern bewertet.

Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Für die Realisierung ist zunächst eine Arbeitsgruppe/-kreis “Geschichtspfad” o.ä. einzurichten. Die Teilnehmenden können sich aus Bürgerinnen und Bürgern, lokalen Unternehmen und Betrieben, Vertreterinnen und Vertretern von Kultur-und Tourismusämtern oder Vereinen und Verbänden zusammensetzen. Diese erarbeitet ein Konzept, welches Vorschläge für die ersten Stationen sowie für das Design der Infotafeln enthält. Den konkreten Entwurf gilt es dann mit dem Kulturamt und der Stadt abzustimmen.

Für die inhaltliche Ausgestaltung sind die Kommune, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Bewohnerinnen und Bewohner, Universitäten, Schulen, Foren für Geschichte vor Ort oder ein Heimatverein einzubeziehen.

Die Gestaltung kann z.B. durch die Einbeziehung lokaler Künstlerinnen und Künstler erfolgen. Die Installation der Tafeln/Trittsteine kann die Kommune übernehmen.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Stolpersteine

Die Planung sollte nicht über die Bewohnerinnen und Bewohner hinweg, sondern mit ihnen erfolgen. Doch aufgrund des Abstimmungsaufwandes mit der Stadt kann sich die Errichtung eines Geschichtspfades zeitlich verzögern. Hier ist eine engagierte und ausdauernde Gruppe gefragt.

Bewertung

Mit einer kontinuierlichen Begleitung der Presse und Digitalmedien kann die Vermittlung von historischen Werten zur inneren und äußeren Imagesteigerung eines Stadtteils beitragen und die Identifikation der Quartiersbewohnerinnen und  Quartiersbewohner mit ihrem Umfeld stärken.

Fallbeispiele

Stadt Billstedt Interaktiver Geschichtspfad

Beispiel Geschichtspfad Plettenberg

Rottgauer Geschichtspfade

Beispiel Geschichtspfad Neugnadenfeld

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

Finanzierungsansätze

Beratung

Die Kommune kann über die genauen Möglichkeiten aufklären

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Kerzel, Juliane (2002):
Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur in Ostwestfalen-Lippe, ein abschließender Projektbericht für die Planungswerkstatt Erinnerungskultur: Geschichte in Ostwestfalen-Lippe 1933 - 1945. Wege der Erinnerung.

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Österreich (2007):
Lehrpfade - Natur und Kultur auf dem Weg. Böhlau, Wien

Links

Lehrpfad-Service im Internet

Geschichtspfad rund um die Kaffeemühle in Halle Westfalen

Informationen zu Lehrpfaden in NRW

Downloads

Beispielverlauf Geschichtspfad Friedrichshafen