Modul Seniorinnen- und Seniorencafé

Zielsetzung

Ein Seniorinnen- und Seniorencafé muss keine feste Einrichtung im eigentlichen Sinne sein, sondern meint ein regelmäßig veranstaltetes Kaffeetrinken in Gemeinschaft- oder Gemeinderäumen. Ziel ist es Bewohnerinnen und Bewohner zusammen zu bringen, sich untereinander austauschen und Nachbarschaft zu erleben.
Die Gemeinschaft soll gestärkt werden und eine Identifikation mit dem Quartier und anderen Bewohnerinnen und Bewohnern geschaffen werden. Ehrenamtliche können sich einbringen und das Gemeinwesen gefördert werden.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Zunächst kann ein Seniorinnen- und Seniorencafé in größeren Abständen (z.B. einmal im Monat) oder zu bestimmten Anlässen (z.B. Feiertagen) stattfinden, um den Bedarf nach einem solchen Treffpunkt abschätzen zu können und den Bewohnerinnen und Bewohnern die Gelegenheit zu geben selbst mitzubestimmen, wie häufig sie sich ein Café wünschen.

Neben Kaffee und Kuchen kann es auch die Möglichkeit geben Spiele zu spielen, sich in kleineren Gruppen zu unterhalten und weitere Aktivitäten zu planen. Dabei ist es besonders hilfreich ein oder zwei konkrete Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Organisation zu haben, an die sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wenden können (die “guten Seelen” des Cafés). Dies schafft Vertrauen und Wohlbefinden. Wenn Bedarf besteht, kann das Seniorinnen- und Seniorencafé häufiger stattfinden. Gemeinderäume oder andere gemeinschaftlich nutzbare Räume, für die keine oder nur wenig Kosten entstehen, eignen sich besonders für die Durchführung. Ein Seniorinnen- und Seniorencafé bietet Anknüpfungspunkte für weitere Aktivitäten, da sich hier unterschiedliche Interessengruppen zusammenfinden können.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Stolpersteine

Die Idee eines Seniorinnen- und Seniorencafés kann zunächst auf viel Zustimmung treffen und von einer anfänglichen Euphorie begleitet sein. Ob dies eine regelmäßige Veranstaltung wird und ein gleichbleibendes Interesse besteht, hängt stark von der jeweiligen Gruppe ab. Ohne eine Kümmerin odereinen Kümmerer, die die Nachbarschaft motivieren und das Organisatorische regeln, kann ein Seniorinnen- und Seniorencafé nicht bestehen. Unabdingbar ist hier die Hilfe von Ehrenamtlichen, da andernfalls zusätzliche Kosten entstehen.

Bewertung

Ein Seniorinnen- und Seniorencafé eignet sich, um den Austausch unter den Bewohnerinnen und Bewohnern zu fördern. Es kann eine Gemeinschaft entstehen. Dies bedarf jedoch auch einer gewissen Geduld und muss gut organisiert werden, da solche Aktionen sonst häufig im Sand verlaufen. In der Regel haben aber viele Seniorinnen und Senioren Interesse an einer regelmäßigen Beschäftigung und Unterhaltung.

Fallbeispiele

Café Böhnchen Rheinberg

Senioren-Café für Menschen mit Demenz Rosengarten, Wülfrath

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

Begegnungsstätten und andere lokale Netzwerke organisieren häufig Seniorinnen- und Seniorencafés oder können vermitteln.

Finanzierungsansätze

Beratung

Vital in Deutschland (Initiative der Deutschen Post; Deutsche BKK, Forum für Seniorinnen und Senioren etc.): Sammlung und Veröffentlichung von Angebote für das Leben im Alter

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Projekte

Klostergarten, Kevelaer

Nachbarn e.V. , Herne

Mehrgenerationenhaus Alte Schule Ottelau, Herford

Demenz-WG Nasha Kwartihra, Köln

Haus der Generationen , Rheinberg

Wohnanlage Hederpark, Salzkotten

Nachbarschaftszentrum Meinolfstraße, Bielefeld

Rudolf-Schloer-Stift, Moers

Boecker Stiftung, Witten

Quartiersentwicklung im Mathildenhof, Leverkusen

Quartiersentwicklung in Bettrath-Hoven, Mönchengladbach

Quartiersentwicklung in Witten-Annen, Witten

Quartiersentwicklung in Kamperbruch-Süd, Kamp-Lintfort

Quartiersentwicklung in der südlichen Innenstadt, Krefeld

Älter werden in Ahlen, Quartier Mittrops Hof, Ahlen

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