Modul Gemeinsame Ausflüge und Urlaub

Zielsetzung

Regelmäßig stattfindende gemeinsame Ausflüge können Kontakte intensivieren und das Zugehörigkeitsgefühl stärken. Durch das gemeinsame Erleben kommt es zur Bindung und Identifikation mit der Gruppe und dem Quartier. Die Regelmäßigkeit schafft Vertrauen untereinander.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

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Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Es sollte ein differenziertes Angebot an Aktivitäten geben, um viele Interessen abzudecken. Die Angebote können hinsichtlich ihrer Zielgruppen differieren. Dabei können zum einen generationenübergreifende und altersspezifische Angebote als auch interessenspezifische Angebote unterschieden werden.

Wenn Bewohnerinnen und Bewohner selbst Aktivitäten initiieren und Ideen einbringen, entspricht das Angebot ihren Bedürfnissen und die Bereitschaft teilzunehmen ist höher. Die Organisation kann dann über gemeinschaftliche Strukturen wie z.B. einen Verein, einen Nachbarschaftstreff oder ein Quartiersmanagement erfolgen. Dabei sind konkrete Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner besonders hilfreich und notwendig, um als “Kümmerin oder Kümmerer” zu fungieren. Die Planung kann mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in einem Monatsplenum erfolgen. Die Umsetzung der Ausflüge o.ä. kann bspw. jedes zweite Wochenende oder an vier Wochentagen stattfinden und sollte eine regelmäßige Struktur und Wiederholung aufweisen.

Bei gemeinschaftlichen Urlauben ist zu berücksichtigen, dass nicht nur ein gemeinschaftliches Programm sondern auch ein individueller Teil erforderlich ist, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmer genügend Freiheiten zu lassen. Wie viel Gemeinschaft und Individualität notwendig ist, hängt jedoch von der Gruppe ab und kann nicht allgemeingültig formuliert werden. Die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesbezüglich sollten im Vorfeld klar kommuniziert werden.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Stolpersteine

Die Kosten für Ausflüge und Urlaube können einige Bewohnerinnen und Bewohner überfordern. Es muss insgesamt darauf geachtet werden alle Personengruppen einzubeziehen und keine “elitären” Veranstaltungen zu planen. Außerdem kann eine Planung “von oben” kontraproduktiv sein und entspricht evtl. nicht den Wünschen der Bewohnerinnen und Bewohner.

Bewertung

Die freiwillige Teilnahme an Ausflügen und Urlauben ist hervorzuheben. Nur dann kann eine solche Aktivität positiv wahrgenommen werden und gemeinschaftsstiftend sein. Darüber hinaus stellt es eine geeignete Methode dar, um Familien mit betreuungsbedürftigen Angehörigen eine Entlastung anzubieten.

Fallbeispiele

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

Es gibt viele private Veranstalter von Gruppenreisen oder Ausflügen, aber auch soziale Organisationen oder Kirchengemeinden bieten Veranstaltungen an.

Finanzierungsansätze

Beratung

Sozialverband Deutschland e.V.

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

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Projekte

Nachbarn e.V. , Herne

Haus der Generationen , Rheinberg

Wohnanlage Hederpark, Salzkotten

Rudolf-Schloer-Stift, Moers

Quartiersentwicklung im Haverkamp, Gelsenkirchen

Älter werden in Ahlen, Quartier Gezeitenland, Ahlen

Die ALTERnativen, Köln

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Literatur

Neihoft, Nicolai (2012):
Gemeinwesenarbeit: Stadtentwicklung, Soziale Stadt, Quartiersmanagement. GRIN Verlag GmbH, München

Langhanky, Michael (2004):
Erfolgreich sozial-räumlich handeln: Die Evaluation der Hamburger Kinder- und Familienhilfezentren. Kleine Verlag, Bielefeld