Modul Infoabende für Seniorinnen und Senioren sowie Angehörige

Zielsetzung

Ziel dieses Moduls ist die Beratung von Rat- und Hilfesuchenden zu Themen, die für Seniorinnen und Senioren von Bedeutung sein können.

Einschätzungen zu diesem Modul von Nutzerinnen und Nutzer

Prozessphase:

eignet sich zur konkreten Umsetzung

Zeitaufwand:

bedarf längerer
Vorbereitung

Personalaufwand:

ist sehr
personalintensiv

Finanzieller Aufwand:

ist sehr
kostenintensiv

Partizipation:

hat einen hohen Beteiligungsgrad

Komplexität:

bedarf professioneller Unterstützung

Dieses Modul wurde bisher von 1 Nutzern bewertet.

Anwenderinnen und Anwender

Zielgruppe

Handlungsfelder

Umsetzung und Durchführung

Die Grundlage für Infoabende zu bestimmten Themen ist eine gute Vernetzung mit Expertinnen und Experten aus dem entsprechenden Fachgebiet. Diese können zunächst Thematiken benennen, zu denen ihre Klientel häufig Informationen anfragt oder die in ihrem Berufsalltag regelmäßig auftreten. Im Vorfeld sollte die Finanzierung einer solchen Veranstaltung geklärt werden. Unter Umständen können Fördermittel der Stadt angefordert werden. Ansonsten könnte es sich anbieten Stiftungen und Vereine zu mobilisieren. Nach der Wahl eines nachgefragten Themas sollte ein Veranstaltungsort ausgewählt und ggf. mit einem Catering zusammen gebucht werden. Neben Einladungen für Interessierte, können nun auch Informationsmaterialien wie Flyer oder Plakate erstellt werden. Diese können im Vorfeld oder zum Abschluss der Veranstaltung an die Teilnehmenden ausgeteilt werden.

Es könnte hilfreich sein die Veranstaltung zu moderieren. Dies wäre vor allem dann sinnvoll, wenn zu einem Inhalt unterschiedliche Personen befragt werden. Inhaltlich sollte der Infoabend so gestaltet sein, dass die Themen in möglichst einfacher Sprache und für alle Teilnehmenden gleichermaßen leicht verständlich aufbereitet werden. Das Angebot sollte sich in gleichem Maße an die Seniorinnen und Senioren selbst, aber auch an Angehörige und andere Interessierte richten. Die Vortragenden
sollten Expertenwissen über das jeweilige Fachgebiet aufweisen. Dadurch können auch im Nachgang Fragen beantwortet werden können, die unter Umständen über den Inhalt der Präsentation hinaus reichen. Hierfür würde es sich anbieten eine Möglichkeit zum gemeinsamen Ausklang mit Platz für individuelle Fragen anzubieten.

Wenn eine Vortragsreihe zu unterschiedlichen Themen geplant ist, kann es von Nutzen sein, die Veranstaltungen regelmäßig zu einem festen Termin anzubieten (z.B. der erste Donnerstag eines Monats). Dies könnte helfen die Teilnahme gleichmäßig stabil zu halten.

Wichtige Umsetzungsschritte / Aufwandsabschätzung

Infoabende erfordern eine gute Vorbereitung und inhaltliche Konzeption durch die Projektverantwortlichen. Dazu gehören in erster Linie Vorüberlegungen zur Zielsetzung der Informationsveranstaltungen. Damit die Finanzierung (Raumkosten, Mobiliar etc.) des Projekts keine Hürde darstellt, muss auch diese im Vorfeld möglichst umfassend bedacht werden. Darüber hinaus müssen Planende eine Auswahl bezüglich der Expertinnen und Experten treffen und diese einladen, eine geeignete Moderation finden und die Räumlichkeiten, ggf. das Catering organisieren. Auch gehören die Erstellung und Beschaffung von Informationsmaterialen (Flyer, Broschüren und Plakate) sowie Werbemaßnahmen (Presse) zu den wichtigen Umsetzungsschritten von Infoabenden. Es ist auch darüber nachzudenken, ob Einladungen an Teilnehmende versandt werden oder ob die Veranstaltung für alle Interessierten frei zugänglich sein soll. Auch die Durchführung sowie deren Nachbereitung (Dokumentation, Redaktion, Layout, Druck, Versand) müssen bei der Aufwandsabschätzung berücksichtigt werden.

Stolpersteine

Infoabende sollten sowohl inhaltlich als auch methodisch sorgfältig vorbereitet werden. Dies erfordert einen großen zeitlichen Aufwand, der von den Verantwortlichen nicht unterschätzt werden darf. Bei Informationsveranstaltungen zu bestimmten alterstypischen Krankheitsbildern sollten definitiv medizinische Expertinnen und Experten zu Rate gezogen werden (z.B. Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Gerontologinnen und Gerontologen). Diese zu erreichen und für Infoabende zu gewinnen, kann sich als schwierig erweisen, bis sich die Veranstaltungen etabliert haben. Um eine möglichst zahlreiche Teilnahme zu gewährleisten, ist eine Bewerbung der Veranstaltungen unerlässlich.

Bewertung

Gute Methode, um Quartiersbewohnerinnen und Quartiersbewohner über verschiedene Themengebiete zu informieren.

Kontakte / AnsprechpartnerInnen

Bei Informationsveranstaltungen zu den Themen Gesundheitsförderung oder Prävention können Krankenhäuser mögliche Kooperierende sein. Diese beschäftigen medizinisches Personal, das über Fachwissen verfügt und sind meist auch mit geeigneten Räumlichkeiten (Fortbildungssäle) ausgestattet.

Finanzierungsansätze

Beratung

Im Internet gibt es zahlreiche, kostenfreie Checklisten, die man bei der Planung von Infoabenden zur Hilfe nehmen kann.

Nutzerinnen- und Nutzerkommentare

Einfache Vorträge können auch von Experten aus den verschiedenen Diensten der Altenarbeit gewonnen werden. So kann z.B. die Einzugsberatung eines Pflegeheims einen Vortrag über das neue Pflegestärkungsgesetz halten. Diese Art von Vorträgen ist dann in der Regel auch kostenlos, da es sich gleichzeitig auch um Eigenwerbung handelt. Auch die örtliche Feuerwehr und Polizei lassen sich gerne bei präventiven Maßnahmen einbinden.

Projekte

Begegnungszentrum Hachhausen, Datteln

Zentren Plus, Düsseldorf

PROgymnasium Bensberg e.V., Bergisch Gladbach

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