Demenz-Rucksack

Umsetzung und Durchführung

Von zentraler Bedeutung für die Umsetzung des Moduls ist die Zusammenstellung der Materialien für den Demenz-Rucksack. Hierfür können die Initiatoren des Projekts sämtliche lokalen Akteure kontaktieren, die potentiell über geeignete Utensilien verfügen. So können z. B. Stadt(teil)bibliotheken Sachliteratur rund um das Thema Demenz (Krankheitsbild, Behandlung etc.) bereitstellen sowie weitere Medien wie Vorlesegeschichten, Bilderbücher, Spiele oder alte Filme und Hörspiele, die bei demenzerkrankten Personen positive Erinnerungen wecken. Darüber hinaus bietet es sich an, quartiersspezifische Materialien (z. B. Informationsbroschüren lokaler Anlaufstellen und Dienstleister) zu ergänzen. Neben den verschiedenen Medien kommen auch andere Utensilien für den Rucksack in Frage, die demenzerkrankten Personen Freude bereiten bzw. ihnen Beschäftigung bieten (z. B. Nesteldecken, spezielle Kuscheltiere). 

Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Moduls ist zudem eine geeignete Anlaufstelle, an der Betroffene und Angehörige den Rucksack ausleihen können. Hier bieten sich bereits vorhandene und allseits bekannte Einrichtungen im Quartier an (z. B. Stadtbibliothek, Bürgerbüro), die die Ausleihe koordinieren, sodass keine zusätzlichen Strukturen geschaffen werden müssen. Um die Reibungslosigkeit und Nachhaltigkeit des Angebots zu gewährleisten, sollten im Vorfeld Regularien mit der jeweiligen Koordinierungsstelle abgestimmt werden, die die Rahmenbedingungen der Ausleihe festlegen (u. a. Leihfristen, Reservierung) und die im Falle von Beschädigungen oder Verlusten greifen. Für die Pflege und die Instandhaltung der Rucksack-Inhalte ist es ggf. sinnvoll, eine ehrenamtliche Helferin oder einen ehrenamtlichen Helfer einzusetzen.

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